Geschäftsjahr 2017

Nach der Fusion: Volksbank Kassel Göttingen mit stabilem Überschuss

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Führen die fusionierte Volksbank Kassel Göttingen: (von links) Volker Stern, Markus Bludau, Hans-Christian Reuß, Vorstandsvorsitzender Martin Schmitt und Wolfgang Osse. 

Kassel/Göttingen. Die Volksbank Kassel Göttingen hat gute Zahlen für das Geschäftsjahr 2017 präsentiert, für ein Jahr, in dem eine Fusion getragen werden musste.

Die im vergangenen Jahr fusionierte Volksbank Kassel Göttingen hat 2017 – hohen Aufwendungen für die Verschmelzung der beiden Vorgängerinstitute zum Trotz – in fast allen Bereichen zugelegt und einen nahezu stabilen Jahresüberschuss von 3,52 (Vorjahr: 3,6) Millionen Euro erzielt. 

„Wir sind sehr zufrieden mit dem guten Geschäftsverlauf“, resümierte Vorstandsvorsitzender Martin Schmitt bei Vorlage der Zahlen am Mittwoch. Das gute Ergebnis sei das Resultat des „überragenden Einsatzes einer tollen Mannschaft“, lobte er die Mitarbeiter.

Volksbank Kassel Göttingen: Überschuss fast stabil

Grund für den fast stabilen Jahresüberschuss war nicht nur ein um 13,4 Prozent auf 20,3 Mio. Euro gestiegener Provisionsüberschuss aus Anlagegeschäften der Kunden, sondern auch ein um eine Mio. auf 53,9 Mio. Euro gesunkener Verwaltungsaufwand. Der resultierte insbesondere aus dem Abbau von 29 auf jetzt 577 Stellen durch natürliche Fluktuation. Betriebsbedingte Kündigungen hat es laut Vorstand nicht gegeben.

Dadurch konnte der um 400 000 auf 57,7 Mio Euro rückläufige Zinsüberschuss – die mit Abstand wichtigste Einnahmequelle von regionalen Kreditinstituten – deutlich überkompensiert werden.

2,5 Mio. Euro hat die Fusion der ehemaligen Kasseler Bank mit der Volksbank Göttingen bislang gekostet. Die technische Fusion steht allerdings noch aus. Am 12. Mai sollen die beiden IT-Systeme zusammengeführt werden. Dann ist die Verschmelzung der zwei Banken über Landesgrenzen hinweg abgeschlossen.

Unterdessen stieg die Bilanzsumme der größten genossenschaftlichen Regionalbank in Nordhessen und Südniedersachsen – also die Summe aller geschäftlichen Aktivitäten – geringfügig auf 2,79 Milliarden Euro. Die Kundeneinlagen legten um fast drei Prozent auf aktuell 2,36 Mrd. Euro zu. Demgegenüber steht ein um 3,7 Prozent gestiegenes Kreditvolumen von fast 1,6 Mrd. Euro. 

Das heißt: Die Volksbank Kassel Göttingen hat noch genügend Spielraum für weitere Kreditvergaben. Denn dem genossenschaftlichen Prinzip folgend wird eingesammeltes Kundengeld an solche in der Region ausgeliehen, die es brauchen – etwa Häuslebauer und Unternehmer, die investieren wollen. 

Beide, private Haushalte und heimischer Mittelstand, sind die Hauptzielgruppen der Volksbank. Und die nutzen den aktuell guten wirtschaftlichen Lauf und die niedrigen Zinsen für Investitionen in Immobilien und ins Geschäft. „Wir profitieren von der guten Konjunktur“, erklärte Schmitt.

Investition in Göttingen

Auch die Volksbank investiert. Und zwar rund sechs Millionen Euro in die Modernisierung der Hauptstelle Göttingen. Gleichzeitig bauen die Genossen ihr digitales Angebot weiter aus, ohne die persönliche Beratung einzuschränken. „Unser Ziel ist es, alle Angebote zu digitalisieren unter gleichzeitiger Beibehaltung aller anderen Zugangswege“, sagte Schmitt. „Wir bleiben in der Fläche – auch persönlich“.

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