Volkshochschulen: Rot-Grün für Fusion

Reinhard Dierkes

Göttingen/Osterode. Die Fraktionsspitzen von SPD und Grünen der Kreistage Göttingen und Osterode sowie des Göttinger Stadtrates haben sich auf einen Zusammenschluss der beiden Volkshochschulen geeinigt.

Das teilt der Geschäftsführer der Göttinger SPD-Kreistagsfraktion, Oliver Steckel, in einer Presseerklärung mit. Die Fusion der beiden Bildungsträger zur gemeinsamen Volkshochschule Göttingen-Osterode könne nun unverzüglich umgesetzt werden, so Steckel.

Alle Fraktionsspitzen bestätigen: „Es wird keinen Rückzug aus der Fläche geben. Hann. Münden und Duderstadt werden als Außenstellen nicht nur erhalten, sondern sie werden - ebenso wie der durch die anstehende Fusion hinzu kommende Standort Osterode - nach und nach zu Zentren der Erwachsenenbildung im ländlichen Raum weiter entwickelt.“

Demografischer Wandel 

Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Göttinger Kreistag, Reinhard Dierkes, erklärte zu der Einigung, es sei eine Tatsache, dass auch die Erwachsenenbildung in Südniedersachsen die Folgen des demografischen Wandels zu spüren bekommen werde. Deshalb sei der Zusammenschluss wichtig.

Das unterstrich der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Göttinger Kreistag, Dr. Martin Worbes: „Es liegt in der Natur der Sache, dass sich ohne politische Feinsteuerung die Veränderungen regional ganz unterschiedlich zeigen werden. Diesen Trend gilt es aufzuhalten. Und deswegen ist die Fusion der Volkshochschulen von Stadt und Landkreisen absolut der richtige Schritt“.

Der Fraktionschef der SPD im Göttinger Stadtrat, Frank-Peter Arndt, betonte, „wer den südniedersächsischen Raum im Bereich der Erwachsenenbildung auf dem gewohnt hohen Niveau halten will - und das ist unser Anspruch - der kommt um die Bündelung der vorhandenen bildungspolitischen Ressourcen überhaupt nicht herum.“

Arndts Stadtratskollege von den Grünen, Fraktionsvorsitzender Rolf Becker, sagte, es gehe bei der Erwachsenenbildung um erhöhte Ansprüche des Arbeitsmarktes und um neue, dem Markt angepasste und am Fachkräftemangel orientierte Angebote sowie um ein deutlich attraktiveres und zukunftsfähiges Aus- und Weiterbildungskonzept im Rahmen dessen, was Volkshochschule seit Generationen ausmache.

Parlamente entscheiden

Die Kreistage von Göttingen und Osterode sowie der Göttinger Stadtrat werden über den geplanten Zusammenschluss der Volkshochschulen noch in diesem Jahr entscheiden. (kri)

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