Universitätsmedizin Göttingen

Von Herz zu Herz: Göttinger Brustkrebszentrum erhält Herzkissen-Spende für Patientinnen

Mehrere Herzkissen liegen übereinander gestapelt. Sie sind aus bunten Stoffen genäht.
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So sehen sie aus, die Herzkissen: Sie sind wichtige Alltagshelfer für Brustkrebspatientinnen.

Mehr als 80 bunte Herzkissen hat das Brustkrebszentrum der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) für Patientinnen und Patienten mit Brustkrebs bekommen.

Göttingen – Die selbst genähte Kissen-Spende kommt von der Frauenselbsthilfe Krebst sowie vom Verein Horizonte.

Brustkrebs ist immer noch die häufigste Krebserkrankung von Frauen in Deutschland. Auch Männer können daran erkranken. Prof. Dr. Julia Gallwas, Direktorin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der UMG, hat die Spende entgegengenommen.

Beide Vereine engagieren sich seit mehreren Jahren ehrenamtlich, um ambulante und stationäre Brustkrebspatientinnen und -patienten an der UMG mit Herzkissen zu versorgen. Dabei sieht die Herzform der Kissen nicht nur schön aus, sie erfüllt vor allem auch einen medizinischen Zweck. Nach einem operativen Eingriff kann es sein, dass die Wunde schmerzt und spannt.

Spendenübergabe der Herzkissen (v.l.): Andrea Gerke, Sigrid Beister, Margitta Klee (Frauenselbsthilfe Krebs), Prof. Dr. Julia Gallwas (Leitung des Brustkrebszentrums UMG), Sabine Knackstedt und Andrea Schmidt-Schweda (BCCN) und Renate Henke.

Um die Schmerzen zu verringern, bekommen Patienten an der UMG die Herzkissen geschenkt. Die Kissen lassen sich gut auf der operierten Seite tragen und bieten Schutz bei ruckartigen Bewegungen. Sie dienen nicht nur der Entlastung des Armes, sondern sind auch Seelentröster und Mutmacher für die Patienten.

Hergestellt werden sie von den ehrenamtlichen Näherinnen der Frauenselbsthilfe Krebs und Horizonte Viele Mitglieder sind selbst Betroffene. Die beiden Göttinger Vereine organisieren regelmäßig Treffen, bei denen die Mitglieder die Herzkissen anfertigen und mit weichem Material füllen.

Der Verein Horizonte koordiniert außerdem seit dem Jahr 2010 auch das Anfertigen und die Verteilung von Herzkissen, die zusätzlich von privaten Näherinnen hergestellt werden. Diese Herzkissen werden über die ambulante Breast and Cancer Care Nurse des UniversitätsKrebszentrums Göttingen, Andrea Schmidt-Schweda, an Patienten weitergegeben.

Herzkissen sind wahre Alltagshelfer für Brustkrebs-Patientinnen

Die Herzkissen seien ein echter Helfer im Alltag für Betroffene. „Deshalb möchten wir uns bei allen Näherinnen und den Vereinen für ihre Unterstützung herzlich bedanken“, so die Direktorin der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe und Leitung des Brustkrebszentrums der UMG, Julia Gallwas.

Eine der ehrenamtlichen Näherinnen ist Renate Henke. Sie ist seit 2018 aktiv. Allein in diesem Jahr hat sie schon etwa 70 Kissen genäht. „Ich bin ehemalige Krebspatientin und freue mich, wenn ich den Frauen helfen kann“, sagt Renate Henke.

Die Frauenselbsthilfe Krebs in Göttingen engagiert sich seit 2016 für die Initiative Herzkissen. Seitdem haben ihre Mitglieder rund 400 Kissen gefertigt und an die UMG gespendet. Wer die Vereine beim Nähen der Herzkissen oder mit Materialien unterstützen möchte, kann sich direkt an sie wenden. Alle Informationen unter horizonte-goettingen.de und frauenselbsthilfe.de.

„Unsere Patientinnen freuen sich sehr über die Herzkissen, vor allem, wenn sie hören, dass die Kissen von selbst Betroffenen kommen. So werden sie oftmals zu täglichen Begleitern und spenden Trost sowie Hoffnung während der Therapie“, sagt Sabine Knackstedt, Breast and Cancer Care Nurse des Brustkrebszentrums der UMG. (Melanie Zimmermann)

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