Voranmeldung erforderlich

Ausstellung zur Zwangsarbeit in der BBS II Göttingen ist wieder geöffnet

Das Foto zeigt Plakate in Bilder, die sich an einer Holzwand befinden.
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Ausstellung über Zwangsarbeit im Dritten Reich in Südniedersachsen: Sie ist in den Berufsbildenden Schulen II in Göttingen zu sehen.

Die Göttinger Dauerausstellung zur Zwangsarbeit in Südniedersachsen war wegen Corona geschlossen. Jetzt sind Besuche nach vorheriger Anmeldung wieder möglich.

Göttingen – Die Göttinger Dauerausstellung zur Zwangsarbeit in Südniedersachsen kann jetzt nach vorheriger Anmeldung wieder besichtigt werden. Das teilte die Geschichtswerkstatt Göttingen mit. Ein Hygienekonzept werde allen Interessierten vorab zugeschickt.

Während des 2. Weltkriegs 60.000 Menschen in Zwangsarbeit

Die Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945“ kann auch online besucht werden. Ein virtueller Rundgang durch die Schau sei in deutscher und polnischer sowie teilweise auch in niederländischer und italienischer Sprache möglich, hieß es.

Insgesamt mussten während des Zweiten Weltkriegs in Göttingen und Umgebung bis zu 60.000 Menschen Zwangsarbeit leisten. Sie wurden unter anderem in Gaststätten, in der Landwirtschaft, bei der Müllabfuhr und in kirchlichen Einrichtungen und Privathaushalten eingesetzt.

In der Göttinger Universitätsklinik waren Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in der Krankenpflege, in der Wäscherei, als Küchenhilfe und als Reinigungskräfte beschäftigt. Außerdem wurden etwa 50 junge Polinnen und Russinnen als sogenannte Hausschwangere benutzt, an denen die Medizinstudenten vaginale Untersuchungen übten.

Ausstellung hat seit 2015 in der BBS II festes Domizil

Die Ausstellung wurde 2010 von den Geschichtswerkstätten in Duderstadt und Göttingen in Kooperation mit internationalen Projektpartnern erstellt. Studierende der Hochschule Hannover hatten das Design und die multimediale Präsentation erarbeitet.

Nachdem die mehrfach aktualisierte Schau zunächst an wechselnden Orten gezeigt wurde, hat sie seit 2015 in der Berufsbildenden Schule II in Göttingen ein festes Domizil. (Bernd Schlegel, mit epd)

Die Ausstellung ist montags bis freitags von 10 bis 14 Uhr sowie donnerstags von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Anmeldungen sind unter Tel. 0551/29346901 oder per Mail unter info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu möglich. Weitere Infos unter zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu im Internet.

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