Göttingen

Vorfall am Gartetalbahnhof in Göttingen: Versuchter Totschlag – Haftstrafen für Duo

Der Eingang zum Landgericht Göttingen
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Der Eingang zum Landgericht Göttingen: Dort wurde das Duo verurteilt.

Wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung standen zwei Jugendliche vor Gericht. Nun fiel das Urteil vor der Jugendkammer des Landgerichts Göttingen.

Göttingen – Zwei Jugendliche müssen wegen eines versuchten Tötungsdelikts im vergangenen Oktober am Gartetalbahnhof in Göttingen für mehrere Jahre in Haft. Das ist das Ergebnis einer nichtöffentlichen Verhandlung vor der Jugendkammer des Landgerichts Göttingen.

Nach Angaben eines Gerichtssprechers wurden beide Angeklagte des versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung für schuldig befunden. Die zur Tatzeit 15 Jahre alte Angeklagte erhielt eine Jugendstrafe von drei Jahren und neun Monaten.

Der zur Tatzeit 16 Jahre alte Angeklagte wurde unter Einbeziehung eines Urteils des Amtsgerichts Göttingen, das knapp drei Wochen vor der Tat erging, zu einer Jugendstrafe von vier Jahren verurteilt. Wegen des jugendlichen Alters der Angeklagten fand die komplette Verhandlung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Die Polizei hatte nach der Tat, die sich am 24. Oktober 2020 gegen 3.30 Uhr an der Straße „Am Gartetalbahnhof“ ereignete, eine 14-köpfige Mordkommission gebildet. Dem damaligen Polizeibericht zufolge sollen das 15-jährige Mädchen und der 16-jährige Junge gemeinschaftlich versucht haben, einen 15 Jahre alten Jugendlichen zu töten.

Vermutlich hätten sie den 15-Jährigen unvermittelt attackiert und mit einem unbekannten scharfen Gegenstand im Bereich des Kopfes und des Oberkörpers massiv verletzt. Der 15-Jährige konnte noch flüchten und einen Notruf absetzen. Rettungskräfte brachten den Schwerverletzten in die Göttinger Uni-Klinik.

Die beiden mutmaßlichen Angreifer waren zunächst geflüchtet, wurden aber wenig später in einer Wohnung in der Nähe des Tatortes festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurden gegen sie Haftbefehle wegen des Verdachts des versuchten Mordes erlassen. Beide machten zunächst keine Angaben zur Sache. (Heidi Niemann)

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