Vorschlag: Klinik-Gäste könnten am Sportinstitut parken

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Nordstadt mit Uni-Klinikum: Die Universtätsmedizin Göttingen (UMG) hat vor, den Golf-Trainingsplatz (rechts) zum Parkplatz zu machen, weil die Parkflächen west- und ostseits des Klinikums nicht ausreichen. Unser Bild täuscht, es wurde an einem Wochenende aufgenommen.

Göttingen. Die Universität Göttingen bietet dem kleinen Bruder Universitätsmedizin (UMG) Parkplätze an, damit soll die Situation am Klinikum entspannt werden.

Etwa 100 Stellplätze auf dem Nord- und Süd-Parkplatz des Institutes für Sportwissenschaften (IfS) am Sprangerweg könnten den Mangel rund um das Klinikum lindern, denn dort fehlen vor allem am Vormittag die Parkplätze.

Betroffen sind sowohl Gäste, Patienten und Mitarbeiter, auch anderer Kliniken und Forschungsinstitute.

Dass die Offerte den Betroffenen und den Klinikum-Verantwortlichen auf ihrer Suche nach Lösungen helfen würde, dessen ist sich Prof. Dr. Axel Bauer sicher.

Der Leiter der Zentralen Einrichtung Hochschulsport mit Sitz im IfS hatte die Idee. „Wir haben auf beiden Parkplätzen besonders in den Vormittagsstunden freie Kapazitäten“, schildert Bauer. „Sie sind nutzbar.“

Zudem sind es nur etwa 700 Meter Fußweg bis zum Osteingang des Klinikums. „Alle Wege sind befestigt und beleuchtet“, schildert Bauer, der noch einen weiteren Vorteil nennt: „Am Klinikum müssten nicht aufwändig Parkplätze gebaut werden.“

Damit tritt Bauer auch dem Plan der UMG entgegen, mehrere hundert Parkplätze auf dem Gelände des jetzigen Golf-Trainingsplatzes zu bauen. Damit wäre das Engagement des Hardenberg Golfresorts beendet, die ruhige, grüne Oase würde verschwinden. „Es würde zudem viel Fläche versiegelt“, sagt Bauer, dessen Parkplatz-Vorschlag beim Leiter des Uni-Gebäudemanagements Rainer Bolli auf offene Ohren stieß.

Denn auch Bolli weiß, dass sich das Parkplatzproblem in der Nordstadt immer weiter verlagert. Die Parkflächenbewirtschaftung der Stadt mit der Aufstellung von Automaten habe ein Übriges dazu beitragen.

Rainer Bolli hat seinen Kollegen Klaus Fricke, Chef des UMG-Gebäudemanagements das Angebot unterbreitet.

Noch ist aber nicht klar, ob die UMG, die bereits Parkplatz-Baupläne schmiedet, um den Parkplatzmangel langfristig zu beseitigen, das Angebot annimmt.

Weitere Einzelheiten zum Parkplatz-Nutzungsangebot der Uni sollen aber in Kürze zwischen den Vertretern der Universität und der UMG besprochen werden, teilt UMG-Sprecher Stefan Weller auf Anfrage mit.

Von Thomas Kopietz

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