Klares Signal für Kontinuität

UMG-Vorstandstrio bleibt: Vertrag mit Siess verlängert

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Bleibt: Dr. Martin Siess wurde als Vorstand der UMG bestätigt. 

Göttingen. Dr. Martin Siess bleibt weitere sechs Jahre im Vorstand der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Der Kontrakt des Vorstands Krankenversorgung läuft nun bis zum 31. Dezember 2021.

Der Stiftungsausschuss verlängerte den Vertrag des 49-Jährigen. Eine Ausschreibung der Stelle gab es im Vorfeld nicht. Mit der Entscheidung setze man ein klares Signal für die Kontinuität der Arbeit im dreiköpfigen Gesamtvorstand der UMG, sagte Rüdiger Strehl, der Vorsitzende Stiftungsausschuss Universitätsmedizin.

Strehl lobte gleichzeitig die Arbeit des gesamten Vorstands, dem auch Prof. Dr. Heyo Kroemer und Dr. Sebastian Freytag angehören. Die bisher geleistete Arbeit und die aktuelle Zusammensetzung des UMG-Vorstandes sei eine Gewähr für eine erfolgreiche, und stabile Fortsetzung der strategischen Ausrichtung.

Das Vorstandsmodell der UMG habe sich in den vergangenen Jahren als wirksam bestätigt, vor allem im Hinblick „auf eine modernen Anpassung der Universitätsmedizin in Göttingen auf die insgesamt äußerst schwierigen Zeiten der Krankenhauslandschaft.“ Die universitäre Medizin in Deutschland befindet sich laut Strehl in „bedenklichen ökonomischen Rahmenbedingungen“.

Zufrieden über die Verlängerung des Siess-Vertrages ist auch der Sprecher des UMG-Vorstands, Prof. Dr. Heyo Kroemer: „Ich freue mich darauf, gemeinsam mit meinen Vorstandskollegen Dr. Martin Siess und Dr. Sebastian Freytag den eingeschlagenen Weg weitergehen zu können.“ Die Verträge von Kroemer und Freitag laufen noch bis Ende September 2018 und Dezember 2017.

Und nicht zuletzt freute sich auch der „Betroffene“ über den neuen Vertrag: Martin Siess sieht vor allem das einstimmige Votum in den Gremien als „einen besonderen Vertrauensbeweis“, sagte der 49-Jährige, der aus München stammt, verheiratet ist und zwei Kinder hat.

Martin Siess durchlebte während seiner Vorstandstätigkeit an der UMG die wohl schwerste, weil auch öffentliche Krise, der Uni-Klinik, den Transplantationsskandal. In der Transplantationsmedizin wurden diverse Verstöße gegen die Richtlinien festgestellt. Mittlerweile wurde die Lebertransplantationsmedizin eingestellt. Siess und die klare Rolle des Vorstands bei der Bewältigung des Skandals wurden von Ermittlern, Behörden und der Öffentlichkeit gelobt.

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