Modellprojekt des Landes macht Antrag möglich

Vorstoß in Göttingen: Tempo 30 auf zwei wichtigen Hauptstraßen

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Die Königsallee in der Göttinger Weststadt: Dieser Bereich der Straßevon der Groner Landstraße bis zum Kreisel Godehardstraße soll Tempo-30-Zone werden. Bislang gilt hier bis auf eine Ausnahme ein Tempolimit von 50 km/h. 

Göttingen. Die Stadt Göttingen will zwei Hauptverkehrsstraßen in Göttingen zu Tempo-30-Strecken machen. Ein Modellprojekt des Landes macht den Vorstoß möglich.

Die Verwaltung hat zwei Strecken ausgesucht, bei denen das Projekt beim Land beantragt und umgesetzt werden soll:

 Reinhäuser Landstraße (B 27) im Göttinger Süden von der Kiesseestraße bis zum Geismar Tor): Für diese Straße war bereits vor drei Jahren eine Tempo-Limit von 30 km/h in der Nacht von der Stadt beschlossen worden. Allerdings wurde diese Regelung vom Land wieder aufgehoben, da die Straße Teil einer Umleitungsstrecke für die Autobahn 7 ist. Nun besteht die Chance, doch die Ausweisung für eine Tempo-30-Zone zu bekommen. Wenn es nach der Verwaltung geht, dann soll das Limit auf der gesamten Straße gelten.

• Königsallee in der Weststadt (von der Groner Landstraße bis zum Kreisel Godehardstraße): An dieser Straße sind überwiegend Wohnhäuser zu finden. Westlich der Straße liegt die Grundschule Egelsbergschule, deren Einzugsgebiet auf die Bereiche östlich der Königsallee erstreckt. Von der Schule führt eine direkte Gehwegverbindung zu der Hauptverkehrsstraße, sodass dort täglich eine Vielzahl von Kindern die Allee kreuzen. Bei der Beteiligung der Anwohner bei der Ausbauplanung von fünf Jahren war bereits die Ausweisung einer Tempo-30-Zone gefordert worden.

Die Stadt erhofft sich durch das Projekt eine Senkung der Schadstoffbelastung und eine Erhöhung der Verkehrssicherheit. Außerdem geht die Verwaltung davon aus, dass die Lärmbelastung in den beiden Modellstraßen deutlich sinkt. Es könnten sich auch neue Möglichkeiten für die Aufteilung des Straßenraums ergeben, so die Hoffnung. Die Teilnahme an dem Modellprojekt würde etwa 60.000 Euro kosten, davon 40 000 Euro für die Umstellung der Schaltungen an betroffenen Ampelanlagen. Die übrigen 20.000 Euro sind für Gutachten erforderlich.

Thema im Stadtrat Göttingen

Der Mobilitätsausschuss hat dem Vorhaben bereits zugestimmt. Jetzt muss der Göttinger Rat entscheiden, der sich in seiner Sitzung am Freitag, 15. Dezember, ab 16 Uhr im Neuen Rathaus mit dem Thema befasst. Anschließend muss bis Ende Januar der offizielle Antrag beim Land gestellt werden. In Hannover wird zentral entschieden, welche Städte an dem Modellprojekt teilnehmen können. 

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