Vortrag und Diskussion

Gewalt an Patienten: Wie Helfer Täter werden

Vorkehrungen: Im Uniklinikum Göttingen patroullieren Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes. 
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Vorkehrungen: Im Uniklinikum Göttingen patroullieren Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes. 

In der Uni-Klinik Göttingen gibt es am Mittwoch eine spannende Diskussionsveranstaltung zum Thema Missbrauch in Patientenzimmern

Es müssen nicht gleich öffentlich bekannte und verhandelte Mordfälle oder schlimmste Missbrauchsfälle sein – Gewalt gegen Patienten kann auch unterschwellig stattfinden – alltäglich und hinter verschlossenen Türen der Patientenzimmer. 

Gewalt in der Pflege: Oft eine verzweifelte Reaktion

Häufig steckt hinter der Gewalt eine verzweifelte Reaktion der Pflegenden, die in ihrem Beruf Opfer von mangelhaften Arbeitsbedingungen und ihrer eigenen körperlichen und seelischen Belastungsgrenzen werden.

Wo fängt Gewalt am Patienten an und wie kann man sie effektiv verhindern? Diese Fragen werden in einer öffentlichen Veranstaltung am Mittwoch, 29. Januar, ab 16.30 Uhr im Hörsaal 542, im Universitätsklinikum, Robert-Koch-Straße 40, behandelt.

Veranstalter ist das Klinische Ethikkomitee (KEK) der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) in Zusammenarbeit mit der Pflegedirektion. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Gewalt in der Pflege: Vortrag zu Gründen und Formen der Gewalt an Patienten

Professor Dr. Karl H. Beine, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am St. Marien-Hospitals Hamm und Inhaber des Lehrstuhls für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Witten/Herdecke, geht in seinem Vortrag auf die Formen und Gründe von Gewalt an Patienten durch Ärzte und Pflegende ein.

Karl H. Beine hat viele Jahre über Patiententötung und Gewalt an Patienten geforscht. Während dieser Zeit veröffentlichte er mehrere Bücher, darunter auch: „Tatort Krankenhaus“.

Manuela Friesdorf, Beauftragte für die Weiterbildung Notfallpflege an der Bildungsakademie der UMG, und Helle Dokken, Pflegedirektorin der UMG, berichten in ihren Statements von praktischen Erfahrungen sowie von konkreten Maßnahmen, mit denen an der UMG Gewalt an Patienten möglichst im Vorfeld verhindert werden sollen.

Im Anschluss ist eine Diskussion vorgesehen. 

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