Präparate im Internet und Fernsehen angeboten

Vermögensberater soll fremde Kosmetika auf eigene Rechnung verkauft haben

Vermögensberater vor Gericht: Die Staatsanwaltschaft Göttingen erhebt Anklage gegen einen 47-jährigen Göttingen.

Göttingen. Ein Vermögensberater soll fremdes Eigentum in vier Fällen unterschlagen haben und ihm lediglich überlassene Kosmetikprodukte auf eigene Rechnung verkauft haben.

Deshalb muss er sich demnächst vor dem Amtsgericht Göttingen verantworten, die Staatsanwaltschaft hat ein Anklageverfahren eingeleitet.

Der 47-Jährige, der sich auf diversen Internet-Portalen unter anderem als diplomierter Jurist, Geschäftsführer eines so genannten „Family Office“, „Berater M & A“, Unternehmer und Vermögensmanager ausgibt, soll gegen Markenrechte verstoßen und Produkte einer Kosmetikherstellers ohne Erlaubnis weiterverkauft haben.

Der 47-Jährige habe 2012 von der Markenrechtsinhaberin einer Kosmetikserie Produkte im Wert von mehr als 220.000 Euro zur Aufbewahrung erhalten, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Göttingen am Dienstag mit. Die aus acht verschiedenen Pflegepräparaten bestehende Kosmetiklinie (Bodylotion, Augen-, Tages- und Nachtcreme, Gesichtswasser, Gesichtsmaske, Reinigungsmilch und Handcreme) war einige Monate zuvor auf den Markt gekommen.

Der Vermögensberater soll später zahlreiche Kosmetikartikel ohne Erlaubnis der Markenrechtsinhaberin in eigenem Namen und auf eigene Rechnung verkauft haben.

Die Ermittler hatten im November 2015 bei einer Durchsuchung seiner Geschäftsräume in Göttingen nur noch Produkte im Wert von 123.000 Euro vorgefunden. Die übrigen Präparate im Gesamtwert von etwa 100.000 Euro habe der 47-Jährige auf unterschiedlichen Vertriebswegen veräußert, sagte der Sprecher der Strafverfolgungsbehörde, Andreas Buick.

Unter anderem soll der Beschuldigte Kosmetika im Wert von mehr als 11.000 Euro an eine Apotheke weiterverkauft haben. Zahlreiche weitere Produkte habe er über einen TV-Auktionssender versteigern lassen.

Laut Vertrag mit dem Fernsehsender sollten die angebotenen Waren einen Wert von 28.000 Euro haben, der erzielte Kaufpreis habe allerdings nur 5100 Euro betragen.

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