Wächst der Gesundheitscampus auf dem Sartorius-Areal?

Firmensitz mit Historie: das etwa 20.000 Quadratmeter große Areal der Sartorius AG, die hier ihre Ursprünge hat. Bis 2018 soll der Standort komplett zum Sartorius-Campus ins Industriegebiet verlagert werden. Das Gelände zwischen Hannoverscher Straße (unten) und Annastraße soll zu einem Mischkomplex werden, mit Plätzen zum Wohnen, Lernen und Arbeiten. Luftbild: Rampfel

Göttingen. Für das Sartorius-Quartier an der Hannoverschen Straße gibt es noch keinen Käufer. Aber die Planungen und Verhandlungen für eine Nutzung nach dem Umzug der 830 Sartorius-Mitarbeiter bis 2018 zum Campus im Industriegebiet laufen auf Hochtouren, wie Vorstandsvorsitzender Dr. Joachim Kreuzburg während der Hauptversammlung sagte.

Kreuzburg stellt sich nach dem Umzug von Sartorius an eine Mischnutzung des traditionsreichen Areals zwischen Hannoverscher Straße und Annastraße vor: Wohnen, arbeiten, lernen – junge und alte Menschen sollen dort nach seiner Vorstellung des Vorstandschefs zusammentreffen, wie er auch in einem HNA-Gespräch sagte.

Sartorius will dabei aber nicht alles bezahlen, Investoren werden gesucht. Gleichwohl habe man großes Interesse daran, die Nutzung des Stamm-Firmensitzes von Sartorius positiv mit zu entwickeln, sagt Kreuzburg.

Man arbeite deshalb intensiv und mit einem Entwickler und der Stadt zusammen. Das sei wichtig, da in einem inhomogenen Stadtteil wie der Nordstadt mit großen Betrieben, der riesigen Universitätsmedizin und dem Weender Krankenhaus, aber auch vielen Wohnungen, durch den Wegzug von Sartorius eine große Veränderung eintreten werde.

Mittlerweile sind Überlegungen öffentlich geworden, die bereits seit einem Jahr angestellt werden, aber die Beteiligten lange nicht bestätigen wollten: Das für Niedersachsen einmalige Modell des Gesundheitscampus Göttingen könnte auf dem knapp drei Fußballfeldern großen Sartorius-Areal verwirklicht werden.

Ursprünglich war ein – allerdings weit vom Zentrum gelegenes – Grundstück auf den Zietenterrassen in der Nähe der am Projekt beteiligten Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) für den Gesundheitscampus vorgesehen.

Für die Universitätsmedizin, aber auch die später dort etwa 600 Lernenden und Studierenden, brächte das zentral gelegene Sartorius-Gelände Vorteile mit sich.

Am Donnerstag wird es einen Info-Abend zum Thema geben: Dabei wird sich Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler zur Entwicklung von der Voruntersuchung zum Rahmenplan Nordstadt äußern; Stadtbaurat Thomas Dienberg und Architekt Sebastian Hermann erläutern den Status des Plans und die nächsten Schritte.

Dr. Joachim Kreuzburg, stellt dann die „Masterplanung für die Jahre 2018 +“ vor. Dennis Clayton Matthiesen, Geschäftsführer vom Züricher Architekturbüro Holzer Kobler, wird das Konzept erläutern. Die Moderation der Veranstaltung liegt bei dem Architekten und Stadtplaner Dr. Klaus Habermann-Nieße.

• Die Bürgerinformation beginnt – rechtzeitig vor dem Fußballspiel in Liverpool – am Donnerstag, 14. April, um 18 Uhr auf dem Sartorius-Gelände in Göttingen, Eingang über die Annastraße, Tor 5.

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