Bundesrat wählte einstimmig Christiane Langenfeld

Wahl im Bundesrat: Göttinger Professorin wird Verfassungsrichterin

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Christine Langenfeld

Göttingen. Die Göttinger Staatsrechtlerin Christine Langenfeld wird neue Richterin am Bundesverfassungsgericht. Der Bundesrat wählte sie am Freitag einstimmig für den Zweiten Senat des höchsten deutschen Gerichts, wie die Universität Göttingen mitteilte.

Arbeitsschwerpunkte Langenfelds sind unter anderem das grundgesetzliche Diskriminierungsverbot und die Gleichstellung. Sie forscht zudem über das Migrations- und Integrationsrecht, das Bildungsrecht sowie das Verhältnis von Staat und Religion.

Die 53-Jährige wird die vierte Frau im achtköpfigen Zweiten Senat. Der Senat führt derzeit das NPD-Verbotsverfahren, das der Bundesrat angestrengt hat. Langenfeld soll auf Herbert Landau folgen, der mit Unterstützung von CDU und CSU ins Amt gekommen war. Die Union hatte deshalb auch das Vorschlagsrecht für den neuen Kandidaten.

Langenfeld wurde als Tochter des CDU-Politikers und späteren rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Carl-Ludwig Wagner geboren. Sie studierte von 1980 bis 1986 Rechtswissenschaften an der Universitäten Trier, Mainz und Dijon und legte in Mainz das erste Staatsexamen ab. Seit Oktober 2000 hat sie den Lehrstuhl für öffentliches Recht an der Universität Göttingen inne. Seit April 2006 ist sie dort Geschäftsführende Direktorin des Instituts für öffentliches Recht. Seit 2008 gehört sie dem Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration an. (epd/bsc)

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