Korrespondent aus der Landeshauptstadt

Das war los in Hannover: Die Fifa und moderne Liberale

Landeskorrespondent Niedersachsen Porträt Portrait. Foto: Pries

Göttingen/Hannover. Die Woche in der Landeshauptstadt hat unser Korrespondent Peter Mlodoch beobachtet und das Auffälligste notiert.

Göttingen/Hannover. Die Woche in der Landeshauptstadt hat unser Korrespondent Peter Mlodoch beobachtet.

FIFA nun Landesprogramm

Mit Abkürzungen ist das so eine Sache. Einprägsam sollen sie sein, am besten auch noch pfiffig, aber bloß keine Buchstabenmonster. So nennt das niedersächsische Sozialministerium sein Programm „Förderung der Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt“ – richtig – FIFA. Dessen neue Runde hat jetzt Ressortchefin Carola Reimann (SPD) eingeläutet. Dabei ist diese Kombi doch seit Jahrzehnten anderweitig vergeben, nämlich für die Fédération Internationale de Football Association, für den mächtigen Weltfußball-Verband. Ärger mit dessen Funktionären befürchtet das Ministerium in Hannover aber nicht. Schließlich existiere das eigene FIFA-Programm seit geraumer Zeit, ohne dass es Beschwerden aus der FIFA-Zentrale in Zürich gegeben hätte, berichtete ein Sprecher: „Das ist in den letzten Jahren immer gut gegangen.“

Kuhle soll Lächeln

Niedersachsens FDP will sich moderner machen. Dazu gehört natürlich auch der verstärkte Einsatz der sozialen Netzwerke. So übertrug die Partei live im Netz die Presskonferenz ihres Vorsitzenden Stefan Birkner und des designierten neuen Generalsekretärs Konstantin Kuhle. Via Facebook konnte man sich über die Pläne der beiden für den Landesparteitag an diesem Wochenende in Hannover informieren – Kontrolle inklusive. „Jan-Christoph Oetjen sieht zu; Christian Grascha sieht zu“, meldete der Account über die Landtagsabgeordneten.

Einige Zuschauer nutzten den interaktiven Kanal auch für Tipps. „Konstantin, lächel mal… Optimismus und so…“, schrieb ein Nutzer. Kuhle, der in der Tat anfangs etwas angestrengt wirkte, bekam das allerdings gar nicht direkt mit. Trotzdem hellte sich die Miene des Göttinger Bundestagsabgeordneten mit zunehmender Sicherheit immer weiter auf.

Gemischte grüne Gefühle

Gemischte Gefühle hegten einige grüne Parlamentarier. Mit ihrem Warnstreik hatte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi den Nahverkehr in Hannover komplett lahmgelegt. Die Öko-Abgeordneten, die eigentlich mit den Forderungen der öffentlichen Bediensteten sympathisieren, konnten nicht mehr die von ihnen innig geliebten Busse und Bahnen benutzen. „Ich musste eine riesiges Stück zu Fuß gehen“, stöhnte ein Grüner nach seinem langen Marsch von der Wohnung zum Landtag.

Ob er oder seine Kollegen auch aufs verpönte Auto umstiegen, verriet er freilich nicht. (ymp)

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