Mitarbeiter auf der Straße

Warnstreik bei Homapal GmbH in Herzberg gegen geplante Entlassungen

Warnstreik gegen Entlassungen bei Homapal in Herzberg: Die Mitarbeiter protestierten am dem Marktplatz der Stadt am Harzrand. Gewekschaftssekretär Mathias Heiden (links) und Betriebsratsvorsitzender Christoph Wüstefeld (rechts) waren die Wortführer.
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Warnstreik gegen Entlassungen bei Homapal in Herzberg: Die Mitarbeiter protestierten am dem Marktplatz der Stadt am Harzrand. Gewekschaftssekretär Mathias Heiden (links) und Betriebsratsvorsitzender Christoph Wüstefeld (rechts) waren die Wortführer.

„Unser Ziel ist es, dass hier niemand von Bord gestoßen wird!“ Diese Worte von IG BCE-Gewerkschaftssekretär Dr. Mathias Heiden bedachten die Mitarbeiter der Homapal GmbH in Herzberg am Montag auf dem Marktplatz mit Befall.

Herzberg – Im Unternehmen am Harzrand soll etwa die Hälfte der Produktions-Arbeitsplätze wegfallen. So will es die Firmenleitung, und das trotz guter Geschäftszahlen, wie es Heiden formulierte.

Die erste Verhandlungsrunde für mehr Lohn – gefordert sind 4,8 Prozent – sei in der Vergangenheit von der Geschäftsführung nach nur sieben Minuten beendet worden.

Jetzt sind die Mitarbeiter der Homapal GmbH (Herstellung von Schichtstoff-Platten) zu ihrem allerersten Warnstreik mit Unterstützung der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie auf die Straße gegangen. Sie legten die Arbeit am Montag von 11.55 Uhr („Es ist fünf vor zwölf!“) bis 16 Uhr nieder, zeigten ihrem Protest gegen die Firmen-Strategie öffentlich mit einer Demonstration auf dem Marktplatz in Herzberg.

Auch wenn die Verhandlungspunkte nicht allzuweit voneinander entfernt lägen, geht Heiden davon aus, das Homapal an ihrem Vorhaben festhalten werde, Teile der Belegschaft freizusetzen. „Wenn das geschen sollte, muss das verträglich für die Arbeitnehmer erfolgen“, sagte Heiden und nannte den vorzeitigen Renteneintritt oder Abfindungen als Möglichkeiten.

„Ich bin stolz auf euch, dass sich heute Mitarbeiter aus allen Schichten dem Streik angeschlossen haben“, sagte Betriebsratsvorsitzender Christoph Wüstefeld. So wie schon seit geraumer Zeit könne es im Unternehmen nicht weitergehen. „Es können keine vernünftigen Gespräche mit der Unternehmensleitung mehr geführt werden! Deshalb müssen den Worten jetzt Taten folgen.“ (Hans-J. Oschmann)

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