300 Sozialarbeiter aus der Region nahmen teil

Warnstreik: Beschäftigte wollen mehr Geld für soziale Berufe

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Warnstreikaktion am Göttinger Bahnhof: Die Beschäftigten in den sozialen Berufen wollen mehr Geld für ihre Arbeit. Foto: Schlegel

Göttingen. Für eine bessere Bezahlung waren am Donnerstag Erzieher und Sozialarbeiter aus Südniedersachsen im Ausstand. Sie verlangen von den kommunalen Arbeitgebern mehr Geld.

Anlass für den eintägigen Warnstreik ist eine weitere Verhandlungsrunde zwischen den Arbeitgebern und der Gewerkschaft Verdi. Dabei geht es um eine finanzielle Aufwertung der Arbeit der Beschäftigten in sozialen Berufen. Die Beschäftigten wollen im Durchschnitt etwa zehn Prozent mehr Gehalt.

Aus Südniedersachsen waren Mitarbeiter der kommunalen Kindertagesstätten aus Northeim, Göttingen, Einbeck, Osterode und Duderstadt im Ausstand. Hinzu kamen die Sozialarbeiter aus Osterode, die Jugendarbeit aus Duderstadt, Sozialarbeiter des Landkreises Göttingen und der Gemeinden Bovenden und Adelebsen, die Jugendhilfe Südniedersachsen sowie der Kei-Kindergarten Göttingen. Aus der Region waren etwa 300 Beschäftigte im Ausstand. Busse zu einer zentralen Kundgebung in Hannover starteten in Göttingen, Northeim, Einbeck und Osterode. Zahlreiche Streikteilnehmer nutzen auch den Zug, um in die Landeshauptstadt zu kommen. Viele Eltern mussten wegen des Warnstreiks die Betreuung ihrer Kinder anders organisieren.

Auch längere Streiks möglich

Die Verdi-Gewerkschaftssekretärinnen Frederike Güler und Julia Niekamp kündigten weitere Streiks an, sollte es zu keiner Einigung mit den Arbeitgebern kommen. Eine weitere Verhandlungsrunde ist am kommenden Montag und Dienstag vorgesehen. Sollte es auch dann kein Ergebnis geben, so seien auch längere Streiks möglich, hieß es von der Gewerkschaft.

Gleichzeitig machten die Gewerkschafts-Sekretärinnen deutlich, dass die Ergebnisse der Verhandlungen auch für die Beschäftigten von sozialen Einrichtungen anderer Träger wichtig sind. Verdi hat das Ziel, mögliche Ergebnisse der Tarifverhandlungen auch auf diese Arbeitgeber zu übertragen.

Beschäftigte fordern beim Warnstreik mehr Geld für soziale Berufe

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