Beschäftigte fordern mehr Lohn

Streik in Göttingen: Cinemaxx-Mitarbeiter legten die Arbeit nieder

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Warnstreik am Dienstag vor dem Cinemaxx in Göttingen: Die Beschäftigten informierten die Gäste dabei über ihre Situation.

Göttingen – Wer am Dienstag seinen aktuellen Lieblingsfilm im Cinemaxx in Göttingen erleben wollte, musste an der Kasse ziemlich lange warten.

Etwa 20 Mitarbeiter des Kinounternehmens beteiligten sich an einem Warnstreik und legten zwischen 19 und 1.30 Uhr ihre Arbeit nieder, um im Vorfeld der nächsten Verhandlungsrunde am 25. Februar in Hamburg Druck auf die Arbeitgeberseite zu machen. Deshalb kam es zu Einschränkungen beim Kinobetrieb und den langen Schlangen.

Nachdem ein erster Warnstreik am vergangenen Freitag wegen einer Indiskretion abgesagt werden musste, gingen die Mitarbeiter diesmal vor das Kino und informierten die Gäste über ihre Situation. Laut der Gewerkschaft Verdi liegen Löhne in der Kinobranche zum Teil nur knapp über dem Mindestlohn. Die Gewerkschaft fordert deshalb einen Einstiegslohn von zehn Euro pro Stunde.

Streik in Göttingen wegen "magerer Löhne"

„Von den mageren Löhnen können die vorwiegend teilzeitbeschäftigten Kinomitarbeiter die teuren Lebenshaltungskosten kaum bestreiten“, heißt es von Verdi weiter. Denjenigen, die längerfristig in der Branche arbeiten, drohe zudem die Altersarmut. Verdi fordert daher Löhne, die „zum Leben reichen“.

Zudem wurden vor dem Kino Handzettel an die Gäste verteilt. Darauf war zu lesen: „Wir kümmern uns mit großem Engagement um Sie, unsere Besucher und Gäste. Und Sie erwarten zu Recht, dass wir alles tun, um Ihnen ein schönes Kinoerlebnis zu ermöglichen. Wir leisten mit Freude unsere Arbeit. Dafür wollen wir gute Arbeitsbedingungen und eine angemessene Bezahlung.“

Lesen Sie auch: Kinomitarbeiter im Göttinger Cinemaxx streiken am Freitagabend

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