Warnstreik bei Mahr in Göttingen: 200 Beschäftigte vor dem Werkstor

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Auf dem Weg vor das Werkstor: Mitarbeiter von Mahr in Göttingen waren am Dienstag zu einem einstündigen Warnstreik aufgerufen.

Göttingen. Die Industriegewerkschaft (IG) Metall hat ihre Warnstreikaktionen im aktuellen Tarifkonflikt fortgesetzt. Am Dienstag waren die Mitarbeiter des Göttinger Messtechnik-Herstellers Mahr vormittags zu einem einstündigen Ausstand aufgerufen.

Mehr als 200 Mitarbeiter waren bei der Kundgebung vor dem Werkstor dabei. Vertrauensfrau Anna-Lena Deppe machte dabei deutlich, dass auch die Auszubildenden ein Lohnplus von fünf Prozent verdient haben, da sie schon während der Lehrzeit Umsätze und Gewinn für das Unternehmen erwirtschaften.

Ellen Kleinert, Gewerkschaftssekretärin der IG Metall Südniedersachsen-Harz, sagte zudem, dass das aktuelle Angebot der Arbeitgeber das Schlechteste seit vielen Jahren sei. Sie hatten ein Lohn- und Gehaltsplus von 2,1 Prozent mehr in zwei Stufen bei einer Laufzeit von zwei Jahren sowie eine Einmalzahlung von 0,3 Prozent geboten. Die Gewerkschaft IG Metall verlangt hingegen ein Plus von fünf Prozent.

Eine weitere Warnstreikaktion gab es am Dienstag in den Mittagsstunden bei der Firma Novelis in Göttingen. Für die kommende Woche ist vor der nächsten Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern, die voraussichtlich am 17. Mai stattfinden soll, eine zweite Warnstreikwelle in Südniedersachsen geplant. Damit soll der Druck auf die Arbeitgeberseite weiter erhöht werden. 

Warnstreik bei Mahr in Göttingen

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