85 Mitarbeiter von Schulen legten Arbeit nieder

Warnstreik an mehreren Schulen in der Region läuft

Göttingen. Vor der nächsten Verhandlungsrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder ist eine neue Warnstreikrunde angelaufen.

Etwa 85 Mitarbeiter von Schulen in Südniedersachsen legten am Dienstag, dem letzten Schultag vor den Osterferien, die Arbeit nieder. Damit folgten sie dem Aufruf der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), laut der es an den Förderschulen Heinrich-Böll-Schule in Göttingen sowie an der Wartbergschule in Osterode zu Unterrichtsausfällen gekommen ist. Allein 30 Lehrer aus Osterode sollen sich an dem Streik beteiligt haben. An den Streiks nahmen unter anderem Mitarbeiter des Felix-Klein-Gymnasiums in Göttingen teil, auch Mitarbeiter der BBS Hann. Münden, der KGS Moringen und der Gutenberg Realschule Northeim waren vertreten.

Die Betreuung der Schüler sei dauerhaft durch Beamte gesichert gewesen, sagte Bernd Brombacher von der GEW. Die Eltern der Schüler seien bereits vergangenen Freitag informiert worden, nachdem der Landesverband der GEW am Donnerstag zum Streik aufgerufen hatte.

Artikel aktualisiert um 15.20 Uhr

Die streikenden Lehrer und Beschäftigten trafen sich am Vormittag im Göttinger Veranstaltungsraum der DGB. Mit der Aktion will die Gewerkschaft ihren Forderungen Nachdruck verleihen. So wird ein Gehaltsplus von 5,5 Prozent, mindestens aber 175 Euro mehr, gefordert. Außerdem sollen Einschnitte in die betriebliche Altersvorsorge verhindert werden.

Nicht streiken dürfen die etwa 80.000 verbeamteten Lehrer. Streikrecht haben hingegen die 19.000 Tarifbeschäftigten an den Schulen, darunter Verwaltungsmitarbeiter, Sozialarbeiter und Lehrer ohne Beamtenstatus.

Am Mittwoch, 25. März, gibt es eine weitere Warnstreikrunde in Südniedersachsen. Die Gewerkschaft Verdi hat für diesen Tag die Beschäftigten der Universitätsmedizin Göttingen zum Ausstand aufgerufen.

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