Schwerpunkt Universitätsmedizin

Warnstreik: 200 Uni-Klinik-Mitarbeiter waren im Ausstand

Warnstreik an der Universitätsmedizin Göttingen: Etwa 200 Beschäftigte gingen am Mittwoch in einen eintägigen Ausstand. Foto: Schlegel

Göttingen. Mehrere hundert Beschäftigte aus dem öffentlichen Dienst in Südniedersachsen waren am Mittwoch im Warnstreik. Ein Schwerpunkt war die Universitätsmedizin Göttingen.

Am Uni-Klinikum gingen etwa 200 Beschäftigte in den Ausstand. Sie trafen sich kurz nach 8 Uhr vor dem Haupteingang zu einer spontanen kleinen Kundgebung. Anschließend umrundeten sie die Universitätsmedizin (UMG). Insgesamt hat das Klinikum etwa 7000 Beschäftigte.

Wegen des Streiks waren nur 14 der insgesamt 24 Operationssäle in Betrieb. Die ausgefallenen Operationen sollen in den nächsten Tagen nachgeholt werden. Ebenfalls geschlossen war das Restaurant. Die Versorgung der Patienten erfolgte auf Wochenend- und Feiertagsniveau, so ein Sprecher der Uni-Klinik. Die Notfallversorgung war jederzeit sichergestellt, hieß es am Mittwoch.

Aktualisiert um 15.30 Uhr

Hintergrund für die Aktionen ist die nächste Verhandlungsrunde zwischen den Gewerkschaften und den Ländern, die am kommenden Wochenende geplant ist. Deshalb wollten die Gewerkschaften und ihre Mitglieder am Mittwoch noch einmal ihren Forderungen Nachdruck verleihen.

Hans-Martin Gurland, Verdi-Aktiver und UMG-Beschäftigter, kritisierte, dass die Arbeitgeber bislang noch kein Angebot vorgelegt haben. Schilder im Eingangsbereich Die UMG hatte den Patienten im Vorfeld des Warnstreiktages geraten, sich rechtzeitig zu informieren, ob ihr Behandlungstermin überhaupt stattfinden kann.

Im Eingangsbereich hatten die Gewerkschaftsmitglieder Schilder aufgehängt, die die Besucher der Klinik über den Streik informierten. Zentrales Ziel der Aktion war Hannover. Dort gab es eine Kundgebung, bei der Verdi-Chef Frank Bsirske Hauptredner war.

Auch in anderen Bereichen gab es Warnstreiks. So fuhren etwa 100 Mitglieder von Verdi und GEW aus der Zoologie mit zwei Bussen in die Landeshauptstadt. Außerdem starteten Busse mit Mitgliedern des Beamtenbundes des UMG und des Maßregelvollzugszentrums Moringen sowie der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft aus Hann. Münden nach Hannover. Weitere Busse fuhren aus Duderstadt und dem Harz zu der zentralen Kundgebung. Die Gewerkschaften fordern bei den Verhandlungen ein Gehalts-Plus von 5,5 Prozent, mindestens aber 175 Euro mehr. Außerdem sollen Einschnitte in die betriebliche Altersvorsorge verhindert werden. (bsc)

Warnstreik an der Universitätsmedizin Göttingen

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