Rentner retteten Tier vor dem Verhungern

Warnwesten-Hirsch im Harz: Herkunft des Kleidungsstücks geklärt

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Ein Röhren im Walde: Bald wird auch der thüringischen Warnwesten-Hirsch ein Geweih tragen. Spätestens dann müssen sich die Pflegeeltern von ihrem Bambi verabschiden.

Nordhausen/Göttingen. Ein Hirsch in Warnweste sorgte am Wochenende für Schlagzeilen. Jetzt ist geklärt, warum das Tier eine leuchtende Warnweste trug.

Für die Polizei im thüringischen Nordhausen war es „die seltsamste Information des Wochenendes“: Ein Hirsch in einer Warnweste hatte in der Südharz-Gemeinde Sülzhayn eine Frau angegriffen, die ihre Kinder beschützen wollte.

Gegenüber einer Boulevard-Zeitung äußerten sich nun die Pfleger des Tieres. Während es für die Polizei am Wochenende noch fraglich war, wie der Hirsch zu seiner Warnweste gekommen ist, klärte das Rentnerehepaar Bärbel und Peter Pohl auf: Die beiden hätten den Hirsch vor einem halben Jahr vor dem Hungertod gerettet und bei sich aufgenommen. 

Bambi – so der Name des Hirsches – trage seine Warnweste, um ihn vor dem Überfahren zu schützen, sagte das Ehepaar der Bild. Sie würden seit Wochen versuchen, das sieben Monate alte Tier auszuwildern. Schon jetzt sei der Hirsch fast ausschließlich im Wald, komme aber noch jeden Tag zum Mittagessen vorbei.

Obwohl Bambi noch relativ fixiert auf sein Herrchen Peter Pohl ist, dürfte er nicht mehr lange bei seinen Pflegeeltern leben. In ihrem zweiten Lebensjahr erreichen Hirsche ihre Geschlechtsreife. Dann wächst dem Tier auch sein Geweih. „Es ist wohl an der Zeit, dass sich ein Tierpark um ihn kümmert, auch wenn wir ihn sehr vermissen würden“, so Pohl.

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