Virtueller Besuch auf Station

Weender Krankenhaus in Göttingen führt iPads für Videotelefonie ein

Unterstützung für den Kontakt zwischen Patient und seinen Angehörigen: 27 Tablets stehen allen Stationen des EKW ab sofort für Videotelefonie zur Verfügung.
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Unterstützung für den Kontakt zwischen Patient und seinen Angehörigen: 27 Tablets stehen allen Stationen des EKW ab sofort für Videotelefonie zur Verfügung.

Von der Spendenaktion „Hand in Hand für Norddeutschland“ vom NDR hat das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende (EKW) 10.000 Euro bekommen. Davon wurden 27 Tablets für die Patienten angeschafft.

Göttingen – Im Rahmen der seit zehn Jahren stattfindenden Spendenaktion „Hand in Hand für Norddeutschland“, die der Norddeutsche Rundfunk (NDR) alljährlich zur Weihnachtszeit durchführt, ist das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende (EKW) als Mitglied des Diakonischen Werks evangelischer Kirchen in Niedersachsen jetzt mit einer Zuwendung in Höhe von 10 000 Euro aus der Aktion des Jahres 2020 bedacht worden. Von diesem Geld hat die Klinik 27 Tablets für ihre Patienten erworben.

Insgesamt 22 Stationen sind an den drei Standorten Weende, Neu-Mariahilf und Lenglern mit den Geräten ausgestattet worden.

Geräte sollen auch nach der Corona-Pandemie verwendet werden

Den Patienten soll mit den neuen Geräten während der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Besuchseinschränkungen der Kontakt mit ihren Angehörigen und Freunden über Videotelefonie ermöglicht werden.

Neben dem bereits bestehenden kostenfreien WLAN wird der Service des Krankenhauses um das ebenfalls gebührenfreie Angebot der Videotelefonie erweitert. Die Nutzung der iPads wird auch über die Ausnahmesituation der Pandemie mit ihren Besuchsbeschränkungen hinaus Bestand haben.

„Viele Menschen fühlen sich einsam, wenn sie keinen oder nur bedingt Besuch empfangen können“, sagt Prof. Dr. Michael Karaus, Medizinischer Geschäftsführer des EKW. Manche nahestehende Personen müssten längere Wege in Kauf nehmen, um ihre Anghörigen zu sehen. In diesen Fällen könne es sehr hilfreich sein, via Bildschirm einen virtuellen Besuch abzustatten.

Bessere Genesung durch sozialen Kontakt – auch mit iPad

„Der soziale Kontakt mit Freunden und Verwandten trägt, egal ob analog oder digital, zur schnelleren Genesung unserer Patienten bei. Die Wichtigkeit des bei uns neuen Angebots des virtuellen Austauschs gewinnt in dieser außergewöhnlichen Zeit mehr und mehr an Bedeutung. Deswegen lag mir die technische Innovation für unser Haus besonders am Herzen“, so Karaus.

Alle Gespräche unterliegen dem Datenschutz, eingeschlossen der Schweigepflicht der Mitarbeiter. Außerdem sind die iPads so ausgestattet, dass sie nach jedem Gebrauch desinfiziert werden können. Betreut wird dieser Service durch die Stationsassistentinnen sowie Mitarbeiter der Pflege auf den Stationen. Sie sind den Patienten auch behilflich, um ein Videotelefonat vorzubereiten.

„Nicht nur das seelische Wohl unserer Patienten profitiert von dieser wertvollen Maßnahme, es ist damit auch ein weiterer Schritt in Richtung Digitalisierung unseres Hauses getan. Wir freuen uns sehr, dass der NDR und das Diakonische Werk mit seiner Zuwendung diese Anschaffung möglich gemacht haben“, freut sich Hauke Heißmeyer, Pflegedirektor und Kaufmännischer Direktor des EKW. (Melanie Zimmermann)

„Hand in Hand für Norddeutschland“ 

Die NDR-Benefizaktion „Hand in Hand für Norddeutschland“ widmet sich Menschen in der Bevölkerung, die Hilfe und Unterstützung brauchen. Die Aktion wird von Jahr zu Jahr mit anderen Kooperationspartnern durchgeführt und alljährlich zwischen Ende November und Mitte Dezember in den Programmen des NDR beworben.

Im Jahr 2020 hießen die Partner Diakonie und Caritas. Die Spenden waren 2020 für Menschen bestimmt, die durch die Corona-Pandemie besonders in Not geraten sind. Insgesamt rund 6 439 301 Euro sind auf das Spendenkonto eingegangen. Damit konnten mehr als 450 Projekte von Diakonie und Caritas in den Bundesländern des NDR-Sendegebietes unterstützt werden.

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