Investitionen und Planung

Fusion mit Neu-Mariahilf: Neue Projekte am Weender Krankenhaus

Freie Fläche im „Ohr“ an der Auffahrt B 27/An der Lutter – Robert-Koch-Straße: Hier soll das Parkhaus des Weender Krankenhauses gebaut werden. Luftbild: Rampfel/nh

Göttingen. Im Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende sind die großen Bauvorhaben kaum beendet, da kündigen sich die nächsten Projekte an, die auch aus dem Zukauf des katholischen 104-Betten-Krankenhauses Neu-Mariahilf resultieren.

Nach den Worten des Medizinischen Geschäftsführers Prof. Dr. Michael Karaus werde man 2015 einiges bewegen. Grundsätzlich passe Neu-Mariahilf mit seinen acht großen orthopädischen Praxen, die Marktführer im Bereich der orthopädischen Endoprothetik der Region sind, hervorragend ins Profil des Weender Krankenhauses. Auch die Gynäkologie und Geburtshilfe ergänze das Weender Angebot. Überschneidungen in der Inneren Medizin könnten sinnvoll weiterentwickelt werden.

Ende 2015 sollen beide zu einem Krankenhaus fusionieren, räumlich getrennt durch etwa zwei Kilometer Entfernung Luftlinie.

Auch baulich laufen die Planungen für Einhäusigkeit. Sie beinhalten auch die Auflösung des Standortes Lenglern mit der Abteilung Pneumonologie. Der Umzug aber wird laut Karaus aber noch einige Jahre warten müssen.

2015 jedenfalls werden in Weende die Nebenräume, Lager und Umkleiden des OP-Traktes durch einen Anbau erweitert. Grund sind gestiegene Operationszahlen und ein daraus resultierender Platzbedarf. Auch die Zentrale Notaufnahme wird erweitert. Hier sorgte ein starker Anstieg der versorgten Patienten auf mehr als 43.000 (etwa 120 Patienten pro Tag) für Engpässe und längere Wartezeiten, was korrigiert werden soll. 2014 ist auch die gemeinsame Kindertagesstätte Luisenkids Weende in Kooperation mit dem ASC Göttingen und dem Pflegezentrum Luisenhof mit 25 Krippen- und 25 Kindergartenplätzen entstanden.

So soll es werden: Ein Parkhaus für Mitarbeiter baut das Evangelische Krankenhaus Weende im „Ohr“ an der B 27/An der Lutter. Fotomontage: Rampfel/nh

In Neu-Mariahilf wurde für 300.000 Euro ein Intermediate Care-Bereich geschaffen und die Intensivstation geschlossen. In den Räumen soll noch in diesem Jahr der OP-Bereich erweitert werden. Auch die Stationen werden saniert und erweitert. Ein großes Vorhaben ist der Umzug der Krankenpflegeschule in das Verwaltungsgebäude von Neu-Mariahilf.

In Weende soll für das Hospiz ein neuer Platz gefunden werden. Dann soll das „Haus 3“ umgebaut werden, das ist Voraussetzung für den Umzug der Pneumonologie von Lenglern nach Weende.

Auf dem Krankenhausgelände soll zudem laut Karaus ein Ärztehaus gebaut werden für die ambulanten Partner wie Dialyse, onkologische Schwerpunktpraxis und das MVZ.

Und schließlich folgt das wohl spektakulärste Projekt: Im „Ohr“ der Straßenabfahrt von der Robert-Koch-Straße soll ein mehrstöckiges Parkhaus mit Zufahrt von der B27 und der Robert-Koch-Straße entstehen. Die Grundstücksfrage mit der Stadt sei weitestgehend geklärt, berichtete Karaus. Es soll den Autos der Mitarbeitern Parkplätze bieten. Wie Karaus sagte, hätten auch Andere Interesse an einer Nutzung des Parkhauses. Die Parkplätze direkt am Krankenhaus stehen dann für Patienten und Besuchern bereit.

Von Thomas Kopietz

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