Weiterbeschäftigung nicht zumutbar

Wegen Corona-Krise muss das DT Schauspieler vorerst nicht wieder einstellen

Symbolbild des Deutschen Theaters (DT) in Göttingen.
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Das Deutsche Theater (DT) in Göttingen.

Das Deutsche Theater (DT) in Göttingen muss ein früheres Ensemblemitglied vorerst nicht wieder beschäftigen. Das Arbeitsgericht Göttingen wies einen Antrag auf einstweilige Verfügung des Schauspielers ab.

Göttingen - Der hatte das Deutsche Theater per einstweiliger Verfügung dazu verpflichten wollen, ihn bis zur endgültigen Klärung eines längeren Rechtsstreits weiter einzusetzen. Das Gericht begründete seinen Entscheidung damit, dass wegen der Spielbetrieb wegen der Corona-Krise eingeschränkt sei und die Mitarbeiter teilweise in Kurzarbeit müssten. Deshalb sei dem Theater eine Weiterbeschäftigung nicht zuzumuten.

Nach Angaben des Gerichtssprechers teilte das DT dem ehemaligen Ensemble-Mitglied 2018 mit, dass sein Vertrag nicht verlängert werde. Diese Nichtverlängerungsanzeige sei allerdings an Formalien gebunden. Der Schauspieler sei der Auffassung, dass die Formalien nicht eingehalten wurden, und habe deshalb juristische Schritte gegen die Nichtverlängerung eingeleitet.

Das Bühnenschiedsgericht habe in zwei Instanzen zugunsten des Schauspielers entschieden, teilte der Justizsprecher mit. Die endgültige Entscheidung müsse ein staatliches Gericht treffen. Das Verfahren sei vor dem Arbeitsgericht Köln anhängig. Sollte der Schauspieler das Hauptsacheverfahren dort gewinnen, müsste das Theater ihm die entgangene Gage nachzahlen.

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