Verbraucherzentralen helfen

Tipps zum Versand: Wenn das Paket mit Weihnachtsgeschenken beschädigt ist

Blick in ein Paketzentrum: In der Vorweihnachtszeit laufen besonders viele Sendungen durch die Anlagen.
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Blick in ein Paketzentrum: In der Vorweihnachtszeit laufen besonders viele Sendungen durch die Anlagen.

Der dritte Advent steht vor der Tür und viele Verbraucher haben ihre Weihnachtsgeschenke schon bestellt. Aber was tun, wenn die Pakete verspätet oder gar beschädigt ankommen?

Göttingen – Die Verbraucherzentrale in Göttingen gibt Tipps, welche Möglichkeiten Verbraucher haben und wo sie sich notfalls beschweren können. Grundsätzlich gilt: Bei Bestellungen muss dem Kunden ein voraussichtlicher oder verbindlicher Liefertermin mitgeteilt werden, sonst wäre die Leistung sofort fällig – das möchten die Händler natürlich nicht.

„Wenn das Paket zum angegebenen Termin nicht kommt, können Verbraucher sofort aktiv werden“, macht Tiana Preuschoff, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale, deutlich. Kunden können dem Händler dann schriftlich eine Nachfrist setzen. Zwei Wochen gelten hierbei als angemessen. Die Verbraucherzentrale stellt online einen Musterbrief zur Verfügung.

Pakete zu Weihnachten: Grundsätzlich trägt der Händler das Risiko beim Versand

Grundsätzlich trägt übrigens der Händler das Risiko verlorener oder beschädigter Ware. Dies gilt bis zur Übergabe des Pakets an den Käufer. Kommt das Paket in einem beschädigten Zustand an, kann die Sendung dem Paketboten wieder mitgegeben werden. Auch wenn das Paket für einen Nachbarn bestimmt ist, sollte es nicht angenommen werden.

„Verbraucher bestätigen mit ihrer Unterschrift nicht nur den Empfang der Ware, sondern auch die ordnungsgemäße Lieferung“, sagt Preuschoff. „Lässt sich der Schaden erst nach dem Öffnen des Pakets feststellen, raten wir, ihn anhand von Fotos zu dokumentieren und direkt mit dem Verkäufer Kontakt aufzunehmen.“ Aus Beweisgründen ist eine schriftliche Korrespondenz per E-Mail oder Einschreiben sinnvoll.

Paket-Ärger vor Weihnachten: Hier gibt es Hilfe

Besonders ärgerlich ist es, wenn bei Problemen mit der Paketlieferung Händler und Transportunternehmen die Schuld auf den jeweils anderen schieben. Das Portal „Post-Ärger“ der Verbraucherzentralen ist eine gute Anlaufstelle, um Beschwerden einzureichen oder weitere Informationen einzuholen. Auch der Verbraucherservice Post der Bundesnetzagentur nimmt Beschwerden auf.

Kontakt: Verbraucherzentrale Göttingen, Telefonberatung montags, dienstags, donnerstags von 10 bis 17 Uhr sowie freitags von 10 bis 14 Uhr unter Tel. 0511/9 11 96 96, auch Videoberatung möglich. Mehr Infos gibt es auch hier. (Bernd Schlegel)

Tipp: Bis zu diesem Stichtag sollten sie in diesem Jahr ihre Weihnachtsgeschenke zur Post gebracht haben.

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