Weihnachten im Sommer: Video-Dreh für den Schlager „Weihnachtsstern“

Weihnachtsmarkt im Zindelhof: Samstag wurde in der Innenstadt ein Video für den Schlager „Weihnachtsstern“ gedreht, den Sebastian Kloppmann (mit Megaphon) geschrieben hat. Vjeko Resman (Mitte) stellte sein historisches Karussell zur Verfügung. Foto: Kopietz

Göttingen. Der erste Weihnachtsmarkt des Jahres spielte sich am Samstagabend im Zindelhof in der Innenstadt ab. Dort wurde ein Video für einen Weihnachstsschlager gedreht. Dabei herrschten Bedingungen wie zum Weihnachtsfest in Australien.

„Jo, is denn scho Weihnachten?“ Das fragten sich ungläubige Passanten, als sie am Zindelhof vorbeischlenderten und Glühwein trinkende, in Winterjacken gehüllte Menschen mit Pudel- und Weihnachtsmützen sahen. Doch nicht nur das, auch der Nikolaus hatte einen Auftritt, Tilo Schikore sorgte für Weihnachtsdeko und sogar ein historisches Kinderkarussell von Vjeko Resmann rotierte.

„Wir drehen das Video zum Schlager „Weihnachtsstern“ berichtete Sebastian Kloppmann, der per Megaphon die mehr als 50 Komparsen und den Ablauf dirigierte. „Last Christmas“ und „Driving Home for Christmas“ plätscherten aus den Lautsprechern im Zindelhof, der ganzjährlich ein Trödelmarkt ist und im Dezember zum längst nicht von allen Göttingern bekannten, aber von vielen geliebten, kuscheligen Weihnachtsmarkt wird.

„Ein idealer Ort für den Dreh“, sagt Kloppmann, der es wissen muss, denn 2014 hatte er unter dem Namen „Babas Project“ für Göttinger Song zur Fußball-WM „Das Ding“ für Furore und fast 44.000 Klicks auf YouTube gesorgt.

Nun also der „Weihnachtsstern“, der Schlager zum Fest der Feste. Mit der Idee ging Kloppmann, Lehrer am Otto-Hahn-Gymnasium (OHG) schon länger schwanger. Nach Verhandlungen mit seiner Frau Marion, die um den Aufwand nach der Ding-Produktion wusste, und vielen Gesprächen, war klar: „Wir machen auch dieses Ding.“

Mit an Bord sind wieder einige Protagonisten, die schon bei der WM-Song-Produktion beteiligt waren, nicht zuletzt Musiker und Sänger Michael Bertram, der diesmal auch seine Tochter Sina als stimmliche Verstärkung geholt hat.

So schwitzten, spielten und sangen – einige standen auch nur im Nebel herum – am Samstag die von Kloppman geladenen Freunde für das Weihnachtssong-Video. Dirigiert, ins Licht und in Szene gesetzt von Ben Weil und Simon Difabachew. Kameramann und Regisseur fingen so die Stimmung des Weihnachtsmarktes im Sommer ein, setzten Effekte mit Licht und Nebel und animierten zu Interaktionen, wie Anstoßen mit Glühwein, Tänzchen und Karussellfahrten.

Nach zwei Stunden waren viele Akteure bei 25 Grad Celsius durchgeschwitzt und vom Glühwein beschwipst. „Sie haben viel Material“, bilanzierte Kloppmann zufrieden und drehte noch mal den WM-Song laut. Der eingängige „Weihnachtsstern“ jedenfalls war da schon 50 mal erklungen.

Nun soll er laut Bertram und Kloppmann zu „dem“ Lied des Göttinger Weihnachtsmarktes werden.

Passanten und Taxifahrer jedenfalls werden spätestens dann wissen, was es mit den „Verrückten“ und dem „Weihnachtsmarkt im Sommer“ auf sich hatte.

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