Briefe an das Christkind

Weihnachtspostämter in Niedersachsen erhielten bislang mehr als 85.000 Briefe

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Hier werden Briefe aus aller Welt beantwortet: Im Weihnachtspostamt Himmelsthür bei Hildesheim werden die Schreiben zum Teil persönlich beantwortet.

Himmelsthür. Mehr als 85.000 Briefe an Weihnachtsmann, Christkind und Nikolaus haben Mädchen und Jungen aus aller Welt an Niedersachsens „Himmlischen Postämter“ gesendet.

Die meisten Wunschzettel trafen im Weihnachtspostamt Himmelsthür bei Hildesheim ein. In rund 50.000 Briefen sei es dort um beinahe jede denkbare Art von Spielzeug oder Computerzubehör gegangen, sagte Jens-Uwe Hogardt, Pressesprecher der Deutschen Post.

Besonders oft habe darauf die Bitte nach einem eigenen Hund gestanden, sagte Wolfgang Dipper, Leiter des Christkindpostamtes in Himmelpforten bei Stade. Von den rund 29.000 dort bereits eingetroffenen Briefen sei fast in jedem zehnten dieser Wunsch zu finden gewesen. „Das ist uns sehr aufgefallen“, sagte Dipper. Auch Frieden hätten sich viele Kinder gewünscht, damit Flüchtlinge wieder in ihre Heimat zurückkehren könnten.

In Nikolausdorf in der Nähe von Cloppenburg sei in den rund 5500 Briefen vor allem Technik gefragt gewesen, darunter Handys und Laptops, berichtete Hubert Weddehage. Während einige Kinder schöne bunte Bilder zu ihren Wünschen malten, schnitten andere einfach Fotos aus dem Werbekatalog aus und klebten sie samt Preisen auf ihre Wunschzettel, sagte der Postamtsleiter: „Einige dieser Briefe hatten auch mehrere Seiten.“

Mehr als 5000 Briefe seien auch aus dem Ausland an die niedersächsischen Weihnachtspostämter geschickt worden. Ein Großteil der ausländischen Post in Himmelsthür stammte laut Hogardt aus Asien, überwiegend aus Taiwan. In Nikolausdorf kamen die meisten Briefe neben China aus Russland – andere aus Frankreich oder der Ukraine.

Persönliche Antworten

Bis Heiligabend erwarten die Postämter mindestens noch weitere 5000 Briefe. Nicht alle davon würden allerdings von einem frohen Fest handeln. So habe es auch in diesem Jahr bereits Einsendungen gegeben, die den Tod oder die Scheidung der Eltern thematisierten. Helfer beantworteten diese Briefe persönlich.

Im Christkindpostamt Himmelpforten sei deren Zahl allerdings erstaunlich zurückgegangen, sagte Wolfgang Dipper. Mit rund 80 Stück sei dieses Jahr dort etwa die Hälfte der sonstigen „Problembriefe“ eingetroffen. (mit epd)

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