Nachrichten aus Hannover

Ministerpräsident Weil und die Weihnachtsmärkte

Göttingen/Hannover. Die Weihnachtsmärkte im Land sind eröffnet, doch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) wartet immer noch auf eine Antwort vom Vizevorsitzenden der Unions-Bundestagsfraktion Hans-Peter Friedrich (CSU).

Der ehemalige Bundesinnenminister hatte im Januar in Wildbad Kreuth vor laufenden Kameras darüber schwadroniert, dass ein „niedersächsischer Ministerpräsident die Abschaffung von Weihnachtsmärkten fordert“. Damit verunsichere er die Menschen. Das wollte ein verwunderter und auch empörter Amtsinhaber nicht auf sich sitzen lassen. Stefan Weil hakte per Brief bei Friedrich nach, wen dieser denn nun meine. Gleichzeitig bekannte sich der Regierungschef als Fan von Glühwein, heißen Maronen und Weihnachtsmusik und lud den CSU-Politiker nach Niedersachsen ein, mit ihm einen Weihnachtsmarkt zu besuchen – bisher ohne Reaktion. „Das Angebot steht aber nach wie vor“, ließ Weil nun nach Bayern ausrichten.

Gewerkschaften gelten manchmal als behäbig und altmodisch. Den Kollegen von der IG Bau ist nun aber in Hannover eine richtig pfiffige Aktion eingefallen. Sie befestigten ganz oben am DGB-Hochhaus in der City ein Werbebanner. „In ganz Niedersachsen erhalten alle Baufacharbeiter ab 1. Juli 18,64 Euro pro Stunde“, ist dort zu lesen, das Wörtchen „alle“ in Großbuchstaben und unterstrichen. Die Adressaten sind klar: Direkt gegenüber entsteht gerade ein riesiges Wohn- und Bürohaus. Kranführer, Maurer und Zimmerer sowie ihre Bauunternehmen sollen dort wohl auf diese Weise an faire Löhne erinnert werden.

Wärter darf man schon lange nicht mehr sagen, Schließer ist ebenfalls verpönt. Doch nun gerät auch der Begriff Justizvollzugsbeamter ins Abseits. Korrekt ist für die Aufpasser in Gefängnissen nun die Berufsbezeichnung Justizvollzugsfachwirt. Vor zwei Jahren wurde er mit Inkrafttreten einer Ausbildungs- und Prüfungsverordnung eingeführt. Die ersten 45 Absolventen haben es geschafft; Niedersachsens Justizstaatssekretärin Stefanie Otte (Grüne) ehrte jetzt die drei Jahrgangsbesten, indem sie ihnen die Zeugnisse aushändigte. „Wir sind froh und glücklich, Sie in unseren Reihen zu wissen. Denn eine gute Ausbildung ist Voraussetzung für einen erfolgreichen Justizvollzug.“

Rubriklistenbild: © Foto: nh

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