Neueröffnung

Welcome-Center: Tatkräftige Hilfe für Fachkräfte in Göttingen

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Fachkräfte sind willkommen: Dr. Martin Rudolph, Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler und Universitäts-Vizepräsidentin Prof. Hiltraud Casper-Hehne (von links) stellten das neue Regionalbüro Göttingen des Welcome Centers vor.

Göttingen. Das Welcome Center für den Göttingen Campus der Universität und die Region Südniedersachsen soll dazu beitragen, Fach- und Führungskräfte für die Region zu gewinnen und sie dort zu halten.

Jetzt wurde das Regionalbüro der Stadt Göttingen eröffnet.

Vielfältige Hilfe

In dem von der Georg-August-Universität angestoßenen zweijährigen Forschungs- und Entwicklungsprojekt sollen bestehende Angebote der Uni und der Südniedersachsenstiftung zusammengeführt und ausgebaut werden.

Das Welcome Center mit Regionalbüros in Bad Lauterberg, Duderstadt, Hann. Münden, Herzberg und Osterode sowie nun auch in Göttingen bietet sowohl Doktoranden als auch Fachkräften aus der Wirtschaft, die sich für eine Stelle in der Region interessieren oder sich bereits dafür entschieden haben, verschiedene Services wie Hilfe bei der Wohnungssuche, Kinderbetreuung und Arbeitsplatzsuche für den Partner.

Gegen Fachkräftemangel

„Sowohl die Wissenschaft als auch die Wirtschaft stehen vor der Herausforderung, Fach- und Führungskräfte nach Göttingen und in die Region Südniedersachsen zu holen“, betonte Prof. Hiltraud Casper-Hehne, Vizepräsidentin der Uni. Das Welcome Center biete genau diesen Kräften den besten Service, um möglichst schnell heimisch zu werden. Zudem könne auf der Internetplattform hervorragend Werbung für den Standort betrieben werden.

„Nach einer Befragung stellt für 60 Prozent aller Betriebe der Fachkräftemangel die größte Gefahr für ihre weitere Entwicklung dar“, sagte Dr. Martin Rudolph, Vorstandsvorsitzender der Südniedersachsenstiftung und nannte dies „extrem alarmierend“. Die Kooperation mit der Universität biete nun die Möglichkeit, dieses wichtige Thema Besser und einfacher in die Fläche zu bringen.

Mehr als 70 Partner

Für Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler macht besonders die Einbeziehung der Mittelzentren den Reiz des Projektes aus, das inzwischen von mehr als 70 Partnern (darunter Hochschulen, Wirtschaftsunternehmen, Verbände und Kommunen in den Landkreisen Göttingen und Northeim) unterstützt wird.

Köhler: „Für uns als Verwaltung ist es ebenfalls wichtig, weil sich auch der öffentliche Dienst intensiv um Fachkräfte bemühen muss.“

Räume im „Forum Wissen

Der ursprüngliche Plan, die erste Anlaufstelle für eine gerade in Göttingen angekommene Fachkraft im rechten Flügel des Bahnhofs unterzubringen, musste im Zuge der Umbauarbeiten aufgegeben werden. „Es hat sich herausgestellt, dass die Räume doch nicht nutzbar sind“, sagte Rolf-Georg Köhler.

Alle am Projekt Beteiligten hätten dann kurzfristig entschieden, die Anlaufstelle stattdessen im neuen, unmittelbar am Bahnhof gelegenen „Forum Wissen“ der Universität unterzubringen. Das sich dies aber noch im Bau befindet und erst im kommenden Jahr fertiggestellt wird, ist mit einer Eröffnung der neuen Welcome Center-Räumlichkeiten erst Ende 2019 zu rechnen.

Projekt kostet 1,227 Millionen Euro

Die Projektkosten für das Welcome Center des Göttingen Campus und der Region Südniedersachsen in Höhe von 1,227 Millionen Euro werden zur Hälfte mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert. Die Kofinanzierung der beiden beteiligten Landkreise Göttingen und Northeim wird zu 95 Prozent (305 000 Euro) aus Mitteln des Landes Niedersachsen getragen. Die Services werden während der Projektphase kostenlos zur Verfügung gestellt. Nach Ende der Projektlaufzeit werden die Angebote kostenpflichtig.

Weitere Infos gibt es hier.

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