Pure Freude bei den Gästen

Welcome Home-Party im Göttinger Alpenmax: Masken halten nicht vom Tanzen ab

Fast wie in alten Zeiten: Bis sich die Tanzfläche im Alpenmax mit Gästen füllte, dauerte es nicht lang. Da störte auch die Maskenpflicht nicht.
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Fast wie in alten Zeiten: Bis sich die Tanzfläche im Alpenmax mit Gästen füllte, dauerte es nicht lang. Da störte auch die Maskenpflicht nicht.

Es sollte das Auftakt-Event für viele weitere Party-Wochenenden werden: die „Welcome Home“-Party im Göttinger Alpenmax. Stattdessen war sie vielleicht die erste und vorerst schon wieder letzte Veranstaltung in dem Tanzhaus.

Göttingen – Aber trotz Teststation und Maskenpflicht auf der Tanzfläche: die gut 250 Gästen feierten fast ein wenig wie in „alten Zeiten“.

Pure Freude bei jedem Einzelnen über diesen einen Abend

„Heute, nach 505 Tagen, geht es zumindest für eine Nacht weiter“, rief Karsten Epler, einer der Alpenmax-Inhaber, in das Mikro am DJ-Pult und Jubelrufe antworteten ihm. Die Tanzfläche füllte sich erstaunlich schnell, denn getanzt werden durfte aufgrund der Inzidenz über 10 nur mit Maske. Aber nicht nur dort war sie ein ständiger Begleiter: Jeder Gast, der sich nicht auf einem Sitzplatz befand, musste die Maske tragen – und alle hielten sich dran.

Damit diese Nacht überhaupt möglich war, hatten sich die Verantwortlichen in den vergangenen Wochen ein ausgeklügeltes Hygiene-Konzept überlegt. Tickets gab es ausschließlich im Vorverkauf, um großen Andrang nach der langen Pause zu vermeiden. Beim Kauf wurden direkt die persönlichen Daten der Gäste erfasst. Der Einlass erfolgte nur mit negativem Testergebnis aus der eigenen Teststation, die draußen vor dem Eingang aufgebaut wurde.

Welcome Home-Party im Alpenmax: Geschultes Personal

„Zwei Mitarbeiterinnen in der Teststation kommen aus einem Testzentrum in Hagen, dort haben wir uns im Vorfeld informiert und weiterbilden lassen“, erzählt Epler. Die anderen Mitarbeiter seien eigens für das Testen der Gäste angestellt worden und „kommen alle aus dem medizinischen Bereich.“ Getestet wurde per Rachenabstrich, anschließend hieß es 15 Minuten warten.

Per QR-Code, den man mit seinem eigenen Smartphone scannte, erfuhren die Gäste schließlich das Ergebnis ihres Tests. War der negativ, ging es weiter zum Eingang. Dort wurden das Testergebnis sowie die persönlichen Daten, die anhand des Personalausweises abgeglichen wurden, nochmal per QR-Code erfasst – und es konnte losgehen.

Welcome Home-Party im Alpenmax: Regelmäßiges Putzen

„Ich denke, dass wir heute Abend ganz Deutschland zeigen können, dass man auch in Clubs und Diskotheken trotz Corona sicher feiern kann“, sagte Epler zu Beginn des Abends. Dabei half auch das Alpenmax-Personal fleißig mit. Immer wieder desinfizierten Mitarbeiter die Tische, sobald Gäste aufstanden. Aber auch während jemand am Tisch saß, wurde regelmäßig geputzt.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Theken trugen dauerhaft Maske und alle hatten immer ein Auge darauf, dass die Masken der Gäste außerhalb der Sitzplätze dort blieben, wo sie hingehörten: über Munde und Nase. Und wem die Maske doch mal unter die Nase zu rutschen drohte, wurde direkt freundlich, aber bestimmt darauf hingewiesen, diese wieder ein Stückchen höher zu ziehen.

Welcome Home-Party im Alpenmax: Verständnis der Gäste

Sicher sei es irgendwie nervig, dass man die ganze Zeit eine Maske tragen müsse, wenn man nicht gerade irgendwo säße. Aber so schlimm sei das nicht und letztlich sei man einfach nur froh, endlich mal wieder feiern gehen zu können, so der Tenor der Gäste. Auch das Testen wurde positiv bewertet, sei es irgendwie auch ein ganz gutes Gefühl zu wissen, dass alle um einen herum tagesaktuell negativ getestet worden seien. Und so nahm der Abend aufgrund der Pandemie seinen etwas ungewöhnlichen, aber dennoch ausgelassenen Lauf.

Reibungsloser Ablauf beim Testen: Keine langen Wartezeiten, keine lange Schlange. Die eigene Teststation mit geschultem Personal war gut organisiert.

„Wirtschaftlich ist das heute Abend nicht für uns“, erklärte Karsten Epler. Denn die gesamte Teststation mit allem, was dazu gehöre finanziere man aus eigener Tasche.

Welcome Home-Party im Göttinger Alpenmax: Masken halten nicht vom Tanzen ab

Es sollte das Auftakt-Event für viele weitere Party-Wochenenden werden: die „Welcome Home“-Party im Göttinger Alpenmax. Stattdessen war sie vielleicht die erste und vorerst schon wieder letzte Veranstaltung in dem Tanzhaus.
Es sollte das Auftakt-Event für viele weitere Party-Wochenenden werden: die „Welcome Home“-Party im Göttinger Alpenmax. Stattdessen war sie vielleicht die erste und vorerst schon wieder letzte Veranstaltung in dem Tanzhaus. © Melanie Zimmermann
Es sollte das Auftakt-Event für viele weitere Party-Wochenenden werden: die „Welcome Home“-Party im Göttinger Alpenmax. Stattdessen war sie vielleicht die erste und vorerst schon wieder letzte Veranstaltung in dem Tanzhaus.
Es sollte das Auftakt-Event für viele weitere Party-Wochenenden werden: die „Welcome Home“-Party im Göttinger Alpenmax. Stattdessen war sie vielleicht die erste und vorerst schon wieder letzte Veranstaltung in dem Tanzhaus. © Melanie Zimmermann
Es sollte das Auftakt-Event für viele weitere Party-Wochenenden werden: die „Welcome Home“-Party im Göttinger Alpenmax. Stattdessen war sie vielleicht die erste und vorerst schon wieder letzte Veranstaltung in dem Tanzhaus.
Es sollte das Auftakt-Event für viele weitere Party-Wochenenden werden: die „Welcome Home“-Party im Göttinger Alpenmax. Stattdessen war sie vielleicht die erste und vorerst schon wieder letzte Veranstaltung in dem Tanzhaus. © Melanie Zimmermann
Es sollte das Auftakt-Event für viele weitere Party-Wochenenden werden: die „Welcome Home“-Party im Göttinger Alpenmax. Stattdessen war sie vielleicht die erste und vorerst schon wieder letzte Veranstaltung in dem Tanzhaus.
Es sollte das Auftakt-Event für viele weitere Party-Wochenenden werden: die „Welcome Home“-Party im Göttinger Alpenmax. Stattdessen war sie vielleicht die erste und vorerst schon wieder letzte Veranstaltung in dem Tanzhaus. © Melanie Zimmermann
Es sollte das Auftakt-Event für viele weitere Party-Wochenenden werden: die „Welcome Home“-Party im Göttinger Alpenmax. Stattdessen war sie vielleicht die erste und vorerst schon wieder letzte Veranstaltung in dem Tanzhaus.
Es sollte das Auftakt-Event für viele weitere Party-Wochenenden werden: die „Welcome Home“-Party im Göttinger Alpenmax. Stattdessen war sie vielleicht die erste und vorerst schon wieder letzte Veranstaltung in dem Tanzhaus. © Melanie Zimmermann
Es sollte das Auftakt-Event für viele weitere Party-Wochenenden werden: die „Welcome Home“-Party im Göttinger Alpenmax. Stattdessen war sie vielleicht die erste und vorerst schon wieder letzte Veranstaltung in dem Tanzhaus.
Es sollte das Auftakt-Event für viele weitere Party-Wochenenden werden: die „Welcome Home“-Party im Göttinger Alpenmax. Stattdessen war sie vielleicht die erste und vorerst schon wieder letzte Veranstaltung in dem Tanzhaus. © Melanie Zimmermann
Es sollte das Auftakt-Event für viele weitere Party-Wochenenden werden: die „Welcome Home“-Party im Göttinger Alpenmax. Stattdessen war sie vielleicht die erste und vorerst schon wieder letzte Veranstaltung in dem Tanzhaus.
Es sollte das Auftakt-Event für viele weitere Party-Wochenenden werden: die „Welcome Home“-Party im Göttinger Alpenmax. Stattdessen war sie vielleicht die erste und vorerst schon wieder letzte Veranstaltung in dem Tanzhaus. © Melanie Zimmermann
Es sollte das Auftakt-Event für viele weitere Party-Wochenenden werden: die „Welcome Home“-Party im Göttinger Alpenmax. Stattdessen war sie vielleicht die erste und vorerst schon wieder letzte Veranstaltung in dem Tanzhaus.
Es sollte das Auftakt-Event für viele weitere Party-Wochenenden werden: die „Welcome Home“-Party im Göttinger Alpenmax. Stattdessen war sie vielleicht die erste und vorerst schon wieder letzte Veranstaltung in dem Tanzhaus. © Melanie Zimmermann
Es sollte das Auftakt-Event für viele weitere Party-Wochenenden werden: die „Welcome Home“-Party im Göttinger Alpenmax. Stattdessen war sie vielleicht die erste und vorerst schon wieder letzte Veranstaltung in dem Tanzhaus.
Es sollte das Auftakt-Event für viele weitere Party-Wochenenden werden: die „Welcome Home“-Party im Göttinger Alpenmax. Stattdessen war sie vielleicht die erste und vorerst schon wieder letzte Veranstaltung in dem Tanzhaus. © Melanie Zimmermann
Es sollte das Auftakt-Event für viele weitere Party-Wochenenden werden: die „Welcome Home“-Party im Göttinger Alpenmax. Stattdessen war sie vielleicht die erste und vorerst schon wieder letzte Veranstaltung in dem Tanzhaus.
Es sollte das Auftakt-Event für viele weitere Party-Wochenenden werden: die „Welcome Home“-Party im Göttinger Alpenmax. Stattdessen war sie vielleicht die erste und vorerst schon wieder letzte Veranstaltung in dem Tanzhaus. © Melanie Zimmermann

„Aber wir wollen einfach allen zeigen, dass es geht.“ Der Zuspruch in den sozialen Netzwerken während des Abends und der Nacht gab den Verantwortlichen durchaus recht: Es ging und machte trotz allem Spaß. (Melanie Zimmermann)

Aufwendige Renovierung während der Zwangspause

Die 505 Tage Zwangspause aufgrund der Corona-Pandemie haben die Inhaber des Alpenmax, Karsten Epler und Florian Wiechmann, nicht nur dazu genutzt, sich Gedanken über Hygiene-Konzepte zu machen. Das Tanzhaus wurde auch einmal komplett renoviert.

„Wir haben eigentlich alles erneuert, was man erneuern kann“, erzählt Epler lachend beim Rundgang. So wurde das Holz aller Theken und Türen ausgetauscht. „Eigentlich alles, was an Holz im Laden ist, wurde erneuert“, so Epler. Die sanitären Anlagen wurden komplett saniert und haben eine neue, indirekte Beleuchtung bekommen. Die gesamte Dekoration, die die Gäste im Laden sehen können, ist neu. Das Besondere: „Nichts davon kann man so noch irgendwo kaufen, wir haben das alles auf Floh- und Trödelmärkten gefunden und zusammengetragen“, erzählt Epler.

Eine neue Musikanlange, eine neue Lichtanlage und – natürlich – auch eine neue Lüftungsanlange wurden ebenfalls installiert. „Im vorderen Bereich wird die Luft alle drei Minuten komplett ausgetauscht, im hinteren Bereich alle sechs Minuten.“

Außerdem ist nun alles digitaler: Auf allen Tischen finden sich QR-Codes, die beim abscannen die Getränkekarte direkt auf dem Handy anzeigen. Musikwünsche an den DJ können ebenfalls per QR-Code übermittelt werden. Und es gibt ein eigenes WLan-Netz im Alpenmax, in das sich bis zu 2000 Smartphones gleichzeitig einloggen können, ohne das irgendwas „hängt“. Neue Bildschirme und auch Kameras, für die Live-Streams ins Internet, gab es auch.

Wer es lieber analog mag, der findet aber auch noch ganz klassische Getränkekarten auf den Tischen und an den Theken. Doch auch diese sind neu und haben eine Besonderheit. „Sie sind mit einer speziellen Beschichtung versehen, die Bakterien sofort abtötet, wenn man die Karte anfasst“, erklärt Epler. Ein Jahr sind die Karten nutzbar, dann müssen sie ausgetauscht werden.

Aber das ist noch nicht alles. Der vordere Bereich des Alpenmax, der Raucherbereich, befindet sich noch im Umbau. „Das wird noch einge Wochen dauern, bis wir damit fertig sind“, sagt Epler. Industrieller soll es dort dann aussehen, mit viel Backstein an den Wänden, so wie man es von alten Fabrikgebäuden kennt. (mzi)

Inzidenzwert an zwei Tagen über zehn

Die Freude über die neu gewonnene Freiheit beim Feiern könnte nur von kurzer Dauer sein. Am Wochenende lag der Inzidenzwert für die Region Göttingen bei 10,7 (Samstag) und bei 11,0 (Sonntag). Sollte dieser Wert auch am Montag über zehn liegen, so treten deutliche Verschärfungen in Kraft. Dazu zählt beispielsweise, dass der Betrieb in Discotheken, Clubs und Shisha-Bars dann untersagt ist. (bsc)

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