Laut Google neun Spielstraßen in Göttingen

Weltspieltag: Mehrheit der Deutschen für mehr Spielstraßen

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Eine Mehrheit der Menschen in Deutschland spricht sich laut einer Umfrage für mehr Spielstraßen in Wohngebieten aus.  

Göttingen/Berlin. Vor dem zehnten Weltspieltag, am Sonntag, 28. Mai, spricht sich eine Mehrheit der Deutschen für mehr Spielstraßen in Wohngebieten aus.

79 Prozent von 1001 Teilnehmern der repräsentativen Befragung befürworteten die Einrichtung von mehr verkehrsberuhigten Bereichen zum Spielen, wie das Kinderhilfswerk am Freitag mitteilte.

Der Weltspieltag steht unter dem Motto „Spiel! Platz ist überall“. Bundesweit sind Schulen und Vereine zu Aktionen aufgerufen. Die Bedingungen für das Spielen im Freien hätten sich jedoch in den vergangenen Jahren verschlechtert, sagt Jörg Angerstein vom Kinderhilfswerk terre des hommes.

Laut Google Maps werden beispielsweise für Göttingen nur neun Spielstraßen aufgelistet.

Städteplanung ohne Spielplätze, zunehmender Autoverkehr, Umweltverschmutzung, aber auch die Angst vor Gewalt und Kriminalität erschweren insbesondere in den Metropolen das unbeschwerte Spielen. Deshalb fordert das Kinderhilfswerk terre des hommes in Deutschland und weltweit mehr sichere Spielorte für Kinder. Der Bauboom gehe zulasten naturnaher Flächen, in denen Kinder selbstbestimmt toben und entdecken könnten, so Angerstein am Freitag. „Um hier umzusteuern, müssen in den Budgets von Ländern und Kommunen dringend mehr Mittel für sichere Spielflächenbereitgestellt werden.“

Autofreier Sonntag

Tatsächlich sind mehr Spielstraßen für Kinder laut einer Umfrage im Sinne vieler Bundesbürger.

Demnach plädieren einer repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Deutschen Kinderhilfswerks zufolge 79 Prozent der Befragten dafür, im öffentlichen Raum mehr Platz zum Spielen anzubieten.

Eine Mehrheit von 57 Prozent findet laut Umfrage den Vorschlag „gut“ (31 Prozent) oder sogar „sehr gut“ (26 Prozent), dass es einmal im Jahr einen autofreien Sonntag geben soll. Dann könnten Kinder überall in der Stadt und auf den Straßen spielen. Insgesamt 43 Prozent halten diesen Vorschlag hingegen für „weniger gut“ (20 Prozent) oder sogar „überhaupt nicht gut“ (23 Prozent). Forsa befragte den Angaben zufolge deutschlandweit 1.001 deutschsprachige Personen ab 14 Jahren. 

Spielstraßen in Göttingen

• Spielstraße Ernst-Schultze-Straße, Leineberg

• Spielstraße Romstraße, Holtenser Berg

• Spielstraße Madridstraße, Holtenser Berg

• Spielstraße Lissabonstraße, Holtenser Berg

• Spielstraße Kiesseestraße, Kiesseecarré

• Spielstraße Wolfgang-Döring-Straße, Weende

• Spielstraße Caseliusplatz, Weende Nord

• Spielstraße Gerhard-Zillich-Straße, Elliehausen

• Spielstraße Friedrich-von-Bodelschwingh-Straße, Herberhausen

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