Arbeiten gehen bei kaltem Wetter gut voran

Wendebach-Stausee: Bagger sind in Aktion

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Wendebach-Stausee bei Niedernjesa: Das Ausbaggern hat begonnen, der Boden kommt auf landwirtschaftliche Flächen.

Niedernjesa. Das derzeit kalte Wetter spielt dem Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) beim Umbau des Wendebach-Stausees bei Niedernjesa in die Hände.

Dadurch kann der Boden gut ausgebaggert werden. Bereits 4000 Kubikmeter Boden wurden verladen, berichtet Detlef Kirstein vom NLWKN in Göttingen. Das entspricht dem Inhalt eines Schwimmbeckens von 50 Metern Länge, 40 Meter Breite und zwei Metern Tiefe.

Der Aushub kommt auf landwirtschaftliche Flächen. Laut Landesbetrieb wird noch weiterer Boden ausgehoben. Außerdem wird derzeit das Baufeld vorbereitet. Dazu werden auf einer Fläche von 3000 Quadratmetern, das entspricht der Größe eines halben Fußballfeldes, Bäume gerodet. Parallel dazu wird der Abschlussdamm um rund sieben Meter abgetragen. Später beginnt der Bau einer neuen Hochwasserschutzanlage, die laut NLWKN auch einem Jahrtausend-Hochwasser trotzen kann. Die bisherige Hochwasserschutzanlage wird verfüllt. Diese Kernbauphase wird voraussichtlich bis Oktober abgeschlossen sein.

„Inklusive aller Restarbeiten endet die Gesamtmaßnahme im Frühjahr 2016“, berichtet Kirstein. Der Stausee bleibt in seiner bisherigen Größe weiterhin für die Naherholung erhalten.

Die Umbaumaßnahmen im Auftrag des Landes Niedersachsen sind notwendig, da die ursprünglich als Hochwasserrückhaltebecken geplante Anlage ihrer Funktion bislang nie gerecht wurde. Trotz mehrerer Sanierungen konnte die Standsicherheit der Dämme nicht gewährleistet werden. Deshalb hatte sich das Niedersächsische Umweltministerium aus Sicherheitsgründen für den Umbau ausgesprochen. Die Kosten für das Projekt, dem ein umfangreiches Genehmigungsverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung vorausging, beziffert der Landesbetrieb auf rund fünf Millionen Euro.

Anfang Dezember gab es am Wendebach-Stausee einen Zwischenfall. Die Feuerwehr musste einen Jungen und eine Seniorin aus dem abgelassenen Stausee befreien. Sie steckten im Schlick fest. Ein anderer Junge hatte sich selbst befreien können – wir berichteten. Deshalb hat das NLWKN jetzt Warnschilder aufstellen lassen. (bsc)

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