Polizei Göttingen veröffentlicht Unfallbilanz für 2016

Weniger Tote und Verletzte im Verkehr vom Landkreis

Landkreis Göttingen. Gute Nachrichten von der Polizeiinspektion Göttingen: Im vergangenen Jahr gab es weniger verletzte Personen bei Verkehrsunfällen als 2015. 

Zwar ist die Zahl der Unfälle in Stadt und Landkreis Göttingen (ohne Osterode) von 7.209 auf 7.219 leicht gestiegen – die Anzahl der verletzten Personen in Unfällen sank aber um 75: von 1.046 auf 971. Die Todesfälle verringerten sich von zwölf auf acht.

„Es ist schön, dass die Unfallzahlen gesunken sind. Letztlich sind sie aber immer noch zu hoch. Im Schnitt verletzen sich drei Personen pro Tag im Altkreis Göttingen“, sagt Rainer Nolte, Polizeidirektor der Inspektion Göttingen.

Auch die sogenannten Risikogruppen (Kinder, Fahranfänger und Menschen ab 65 Jahren) waren im Vergleich zu 2015 in weniger Unfälle verwickelt. Während 2015 noch 146 Senioren verunglückt sind, sank die Zahl 2016 auf 112 – den niedrigsten Wert seit 2010 (damals 96). Die Zahl der an Unfällen beteiligten Fahranfänger hat sich ebenfalls verringert, von 278 auf 266. Bei den verunglückten Kindern wurde mit 66 (2015 noch 75) ein neuer Tiefwert erreicht. In den vergangenen zehn Jahre war der Wert nie so gering. „Das kann aber auch am demografischen Wandel liegen. Es könnten generell weniger Kinder unterwegs sein“, sagt Nolte.

Als Ursache für Verkehrsunfälle führt er besonders die Ablenkung durch das Handy an. Das Tippen einer Nachricht reiche schon aus, um bestimmte Verkehrssituationen nicht mitzubekommen, so Nolte.

2017 sollen neben der Präventionsarbeit an Schulen auch stärkere Kontrollen im Raum Duderstadt erfolgen. „Dort war vergangenes Jahr ein Brennpunkt mit vielen Unfällen“, sagt Nolte. Auch die Fahrradfahrer in Göttingen sind bei der Polizei ein Thema. Viele fahren noch ohne ausreichend Licht oder auf der falschen Seite. „Mehr als jeder dritte verletzte Göttinger fährt Fahrrad.“ 

Rubriklistenbild: © Rampfel/Archiv

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