Wenn Angst Bauchschmerzen macht: Forschungsprojekt mit Kindern

Angst vor der Schule: Die Furcht sich zu blamieren kann der Grund dafür sein, dass Kinder nicht in die Schule wollen. Archivfoto: dpa

Göttingen. Angst und Sorgen gehören zum Leben. Doch wenn Kinder längere Zeit unter starken Ängsten leiden, spricht man von „Angststörungen“. Für betroffene Sieben- bis 13-Jährige ist ein Angebot der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) im Zuge einer Studie gedacht.

Ziel der Studie an der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie ist es, die Behandlung von Kindern mit Angststörungen zu erforschen und zu verbessern. Betroffene Kinder können während dieser Studie eine Psychotherapie in Anspruch nehmen.

Angststörungen seien die häufigsten psychischen Störungen im Kindesalter und kämen bei rund zehn Prozent aller Kinder vor, meldet die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Meistens zeigen sich Angststörungen als körperliche Beschwerden, wie Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Verdauungsprobleme, Schwindel oder Muskelverspannungen. Manche Kinder können Trennungen von nahen Angehörigen gar nicht oder kaum aushalten, möchten morgens nicht zur Schule gehen.

Andere leiden unter permanenten Sorgen und Befürchtungen, dass zum Beispiel der Mutter etwas zustoßen könnte. Auch gibt es Kinder, die große Angst haben, sich zu blamieren oder abgelehnt zu werden. Sie fürchten sich etwa davor, wenn sie in der Schule ein Referat halten müssen oder bei einer Feier mit Gleichaltrigen zusammentreffen.

Allen Angststörungen sei gemeinsam, dass sie unbehandelt eher chronisch verlaufen, durch Psychotherapie aber sehr gut behandelt werden könnten, so die Experten. Eltern, deren Kind unter Ängsten leidet, können telefonisch mehr über die Studie erfahren, Tel 0551-39-19189 (E-mail: ask.studie@med.uni-goettingen.de). (zsh)

Weitere Informationen unter: www.ask-studie.de

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