Wenn Rettungshunde in die Schule kommen: Projektwoche in Lenglern 

Hunde in der Grundschule Lenglern. Foto: Ute Lawrenz

Göttingen. Eine Projektwoche zum Thema Hund hat die Grundschule Lenglern ihren Schülern geboten. Vierbeiner mit ihren Besitzern vom Arbeiter-Samariter-Bund waren von Montag bis Freitag in der Schule.

„Stellt Euch mal richtig auf“, ruft Elke Berlitz von der Rettungshundestaffel des ASB-Kreisverbands Göttingen-Land. Erwartungsvoll ist der Blick fast aller Kinder auf den ASB- Transporter gerichtet. Sie wissen: Dort drinnen warten die Hunde.

Während Elke Berlitz den Kindern den Rettungsrucksack eines Hundeführers erklärt, stellt Hundeführer Dennis Rathmann die Hunde vor: Enia, Kasper, Karim und Lady. Dass ihr Kasper noch ein Kasper ist, zeigt Berlitz. Wie Enia ist er ein Flächenhund, er soll drei Kinder auf dem Schulgelände wiederfinden. Kasper sucht, doch als er sie findet, mag er nicht aus vollen Kräften bellen. Mit Leckerlis muss Berlitz ihn dazu bringen. Denn: Eigentlich hätten die Hunde gelernt, dass sie Kinder nicht anbellen dürfen.

Der Border-Collie Karim verhält sich anders. Er bellt nicht bei der Person, die er findet, sondern schlägt bei seiner Chefin Elke Berlitz an. Leint sie ihn an, führt er sie zum Vermissten. „Karim ist ein Freiverweiser“, erklärt Berlitz. Von ihm lässt sich sogar Sarah suchen. Eigentlich hat sie Angst vor allen Hunden. Für ihren Mut bekommt sie einen Sonderapplaus.

Mit seiner Lady, einem Wolfshund, zeigt Rathmann eine dritte Form der Suche. Während Kasper und Karim bei jedem anschlagen, kann Lady nach bestimmten Menschen suchen. Von Marlons Handschuh nimmt sie dessen Geruch auf. Nachdem der Schüler sich auf dem Schulhof versteckt hat, nimmt die Hündin die Spur auf. Schnell hat sie Marlon in einer Ecke aufgestöbert.

„Die Hauptaufgabe für den Hundeführer ist es, seinen Hund zu lesen“, sagt Rathmann. „Wenn ihr euch einem Hund nähern wollt, haltet ihm am besten eure Hand hin“, empfiehlt er.

Diese und viele weitere Regeln für den Umgang mit einem Hund konnten die Schüler in der Projektwoche lernen.

Um die Außenstelle der Schule in Harste zu erhalten, ist das Konzept der Projektschule entwickelt worden, erklärt Silvie Stiller für die Schule.

In diesem Rahmen ist der ASB mit Besuchshunden in die Schule gekommen. Am Mittwoch waren die Rettungshunde da. „Die ASB-Besuchshunde kommen zu Menschen, die keine Möglichkeit haben, einen Hund zu halten“, sagt Elke Berlitz. Sie sucht Ehrenamtliche, die ihren Hund Kindern oder alten Menschen nahebringen möchten. Interessierte können sich unter Tel. 0171/1528812 bei ihr melden.

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