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Taxifahren wird in Stadt und Landkreis Göttingen deutlich teurer

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Von: Bernd Schlegel

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Taxifahren wird in Stadt und Landkreis Göttingen deutlich teurer. (Symbolbild) © Jens Wolf/dpa

Wer Taxi fahren will, muss ab Anfang November in Stadt und Landkreis Göttingen deutlich tiefer in die Tasche greifen. Die Tarife sollen massiv angehoben werden.

Göttingen – Das Taxifahren in Landkreis und Stadt Göttingen wird zum 1. November erheblich teurer. Der Göttinger Stadtrat hat der Erhöhung bereits zugestimmt.

Die Grundgebühr steigt um 70 Cent auf 4,50 Euro an – ein Plus von 18,2 Prozent. Die ersten drei Kilometer Taxifahrt kosten zukünftig 3,10 statt bislang 2,70 Euro pro Kilometer – plus 14,8 Prozent. Ab dem vierten Kilometer kostet die Wegstrecke 2,70 Euro (bislang: 2,30 Euro) pro Kilometer – plus 17,4 Prozent. Konkret bedeutet dies: Die etwa 2,7 Kilometer lange Fahrt vom Bahnhof Hann. Münden zum Klinikum in der Drei-Flüsse-Stadt kostet künftig etwa 13 Euro. Derzeit sind es elf Euro. Ähnlich sieht es für die knapp drei Kilometer lange Tour vom Bahnhof Göttingen zur Uni-Klinik aus: Für die Taxifahrt sind zukünftig etwa 13,80 Euro (bislang: 11,90 Euro) zu berappen.

Die Erhöhungen bewegen sich aber im Rahmen – aus Sicht der Politik. So hält das zuständige Niedersächsische Wirtschaftsministerium Erhöhungen der Taxi-Tarife um bis zu 20 Prozent für angemessen.

Im Landkreis Göttingen gab es vor der Erhöhung Gespräche zwischen den Taxiunternehmern, der Stadt- und der Kreisverwaltung. Dabei wurde deutlich, welche großen Probleme die Taxi-Betreiber drücken.

Einen Kostenschub gab es nach Beginn des Krieges in der Ukraine. Nach und nach stieg der für den Taxibetrieb so wichtige Dieselpreis zum Teil auf mehr als zwei Euro je Liter an. 2019 mussten die Taxiunternehmer im Durchschnitt lediglich 1,26 Euro pro Liter Diesel bezahlen, berichten die Unternehmer.

Außerdem sind die Personalkosten in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Durch die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns erhöhte sich der Stundenlohn von 9,35 Euro im Jahr 2020 in mehreren Stufen auf künftig zwölf Euro zum 1. Oktober 2022. Das entspricht einer Steigerung um 26 Prozent. Berechnungen haben ergeben, dass die Lohnkosten inzwischen etwa 60 bis 65 Prozent der Gesamtkosten der Unternehmen des Taxigewerbes ausmachen.

Weiterhin steigen die Aufwendungen für Neuwagen, Reparaturen und Wartungen. Hinzu kommt, dass es durch die Corona-Einschränkungen zu Umsatzeinbrüchen durch den Wegfall von Fahrten mit Touristen, Tagesgästen, Geschäftskunden sowie bei Nachtfahrten gab, heißt es zu den Gründen für die Tarifanhebungen. (Bernd Schlegel)

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