135 Schüler im Universitätsklinikum Göttingen

Zukunftstag in der Region: Werbung für verkannte Berufe

Zukunftstag am OP-Tisch: Vanessa Schulz (in grüner OP-Kleidung) zeigt den Kindern, wie welche Instrumente verwendet werden. Hinten die Krankenpflegeschüler Dominic Langer (links) und Florian Semmler. Foto: Papenheim

Göttingen. Mehrere tausend Schülerinnen und Schüler in der Region bekamen am Donnerstag einen Einblick in das Berufsleben.

Zu den Einrichtungen, die beim Zukunftstag 2015 besonders stark gefragt waren, zählte wieder das Göttinger Universitätsklinikum, in dem 135 Mädchen und Jungen für einen Tag den Arbeitsalltag in 13 Kliniken und Abteilungen kennenlernen konnten.

Zu den oft verkannten Berufen gehört die Pflege, die sich in der Osthalle des Klinikums präsentierte. Dort konnten 50 Schülerinnen und Schüler die Arbeit am OP-Tisch erproben, die einzelnen Teile eines Gehirnmodells zusammenpuzzeln, Blutdruck und Fieber messen oder sich gegenseitig Nahrung zuführen und die Zähne putzen. Eindrucksvoll war offenbar auch das Probeliegen in einem Bett für schwer übergewichtige Patienten oder das Probesitzen in einer Aufstehhilfe.

Krankenpflegeschüler Florian Semmler, der ebenso wie sein Kollege Dominic Langer kurz vor seinem Examen steht, ist selbst durch den Zukunftstag auf seinen Traumberuf aufmerksam geworden. Seine Mutter ist Kinderkrankenschwester. Semmler und Langer finden es traurig, dass der Pflegeberuf in weiten Teilen der Gesellschaft immer noch gering geschätzt wird: „Es wird immer noch unterschätzt, wie viel Verantwortung mit diesem Beruf verbunden ist.“ Tatsächlich werde viel mehr verlangt, als Patienten nur zu waschen und mit Nahrung zu versorgen.

Zukunftstag in der Region Göttingen

Den Schülerinnen und Schülern, die am Zukunftstag ins Klinikum kamen, raten Semmler und Langer, sich genau zu überlegen, ob der Pflegeberuf das Richtige für sie ist: „Man braucht viel Leidenschaft, um am Menschen zu arbeiten.“

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