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Ex-BG 74-Vorsitzender Wessel Lücke gestorben: Das Miniturnier war sein Lebenswerk

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Sein sportliches Lebenswerk: Wessel Lücke vor der vollbesetzten FKG-Halle beim BG-Mini-Turnier.
Sein sportliches Lebenswerk: Wessel Lücke vor der vollbesetzten FKG-Halle beim BG-Mini-Turnier. © Hubert Jelinek/gsd

Wessel Lücke, ein Grand Seigneur des Göttinger Basketballs, verstirbt am Donnerstag (24.11.22) – nur wenige Wochen nach dem Tod seiner Frau Tina.

Göttingen - Wer etwas über den Göttinger Basketball wissen möchte, kommt an seinem Namen nicht vorbei: Wessel Lücke. Am 28. Dezember wäre er 85 Jahre alt geworden. Nun ist der Macher des Göttinger Basketball-Miniturniers verstorben.

Gemeinsam mit seinen Eltern verließ Lücke während des Zweiten Weltkrieges Breslau, kam 1944 nach Göttingen. In den 1950er Jahren kam er am örtlichen Felix-Klein-Gymnasium mit dem Basketballsport in Berührung.

Grand Seigneur des Göttinger Basketballs: Wessel Lücke verstirbt mit 84 Jahren

Er spielte für Tuspo 61 Göttingen, ehe er zur TG 46 Göttingen wechselte, für die er in der seinerzeit höchsten deutschen Spielklasse, der Oberliga, spielte.

Lücke übernahm die Leitung der Basketballsparte der TG 46 und trainierte Jugendmannschaften. 1974 entstand aus der Zusammenlegung der Basketballabteilungen von TG 46 und Tuspo 61 die BG 74 Göttingen.

Ab der Gründung im Jahr 1974 bis 2014 war Wessel Lücke Vorsitzender der BG 74. 1975 führte er die Göttinger B-Jugend als Trainer zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft, 1976 stieg die Herrenmannschaft der BG 74 unter Lückes Leitung als Trainer in die 2. Basketball-Bundesliga auf.

Zeit als Trainer und die Gründung des Göttinger Miniturniers

1979 gehörte Lücke zu den Gründern des Göttinger Miniturniers, das sich zum größten deutschen Basketball-Turnier für Kinder und Jugendliche der Mini-Altersklassen entwickelte. Er war von 1979 bis 2014 Organisationsleiter der jährlichen Veranstaltung.

Lücke gründete den Basketball-Kreisfachverband Göttingen und war als Funktionär in verschiedenen Ämtern, unter anderem Sportwart, Jugendwart und Rechtswart, Spielleiter und Minireferent tätig.

Lücke studierte Rechtswissenschaft und war Richter an den Amtsgerichten Einbeck und Göttingen. Ab 1992 war er am Landgericht Halle als Vorsitzender für die Aufarbeitung von DDR-Unrecht in der Kammer für Rehabilitierungssachen tätig und leitete ab 1993 zusätzlich das Amtsgericht in Sangerhausen. 2001 ging er in den Ruhestand.

Wessel Lücke erhält für sein Engagement zahlreiche Auszeichnungen

2009 wurde Lücke vom Deutschen Basketball Bund mit der Ehrennadel in Silber ausgezeichnet, 2008 erhielt er das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Im Dezember 2014 ernannte ihn die BG 74 zum Ehrenvorsitzenden, 2016 wurde er Ehrenmitglied des Niedersächsischen Basketballverbandes. Die Goldene Ehrennadel des Verbandes war ihm bereits 1988 verliehen worden. (gsd)

Quelle: Wikipedia

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