Wettbewerb im Kaufpark: Zirkusreife Fahrrad-Nummern

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Wettbewerb im Göttinger Kaufpark: Die Kür der BMX-Rad-Artisten wurde von vielen Zuschauern genau verfolgt.

Göttingen. Bei einem internationalen besetzten Wettbewerb der BMX-Rad-Artisten im Göttinger Kaufpark siegten bei den Profis Wolfgang Sauter aus Leipzig und bei den Amateuren Benedict Pfriem aus dem Schwarzwald.

Ausgetragen wurde der Wettbewerb in der Disziplin Flatland, das heißt, die Sportler absolvierten ihre Kür auf dem flachen Boden. Der Wettbewerb fand zum fünften Mal in Göttingen statt, aber erstmals im Kaufpark. „Eine tolle Kulisse“, freute sich Organisator Malte Orth (35), der selbst als Flatlander aktiv ist. Der Göttinger Wettbewerb gehört zu den vier großen in Deutschland.

Szene ist gut vernetzt

Malte Orth und Denny Reichwald sind in Göttingen die beiden einzigen BMX Flatlander, die auf höchstem Niveau fahren. Die Szene ist klein, aber international bestens vernetzt. So waren im Kaufpark Spitzen-Flatlander aus Frankreich, Polen, Ungarn, Tschechien, Lettland und Japan am Start, die ihre „Combos“ (Kür) zu harten Beats vorführten. Sehr zur Begeisterung der Zuschauer, die sich bei den Durchgängen in Größenordnungen von 300 bis 400 ums Fahrerareal drängten.

Denn das, was die Zweirad-Artisten boten, war zirkusreif: Absolute Körperbeherrschung verbunden mit einem lässigen Auftritt. „Wer bei den BMX-Wettbewerben bestehen will, betreibt Hochleistungssport“, sagt Orth. Dabei ist die Szene geprägt von ausgeprägten Individualisten, was sich nicht nur im Auftritt niederschlägt sondern auch in den Figuren, die die Fahrer selbst entwickeln und einstudieren. Ohne den Faktor „cool“ geht nichts. Und wenn die Besten auf dem Lenkrad stehend ihre Kreise drehen oder mit dem Rad regelrecht tanzen, kann man nur staunen.

BMX-Wettbewerb: Zirkusreife Fahrrad-Nummern im Kaufpark

Dabei sieht ein BMX-Rad mit seinen kleinen 20-Zoll-Rädern auf den ersten Blick aus wie ein Kinderrad. Doch wer genauer hinsieht, der erkennt gravierende Unterschiede zu normalen Fahrrädern. Am sichtbarsten sind die vier „Pegs“, wie die Fahrer die Verlängerungen der Radachsen nennen. Bewertet wird von der Jury die Schwierigkeit der Tricks, die Sicherheit und der Style. Der Leipziger Wolfgang Sauter war an diesem Tag nicht zu schlagen. Auf den Plätzen bei den Profis folgten Kevin Nikulski aus Berlin und Waldemar Fatkin, ein gebürtiger Russe, der heute in Koblenz lebt. Bei den Amateuren platzierten sich nach Benedict Pfriem, Timo Quitter aus Frankreich und Sascha Heydemann aus Stadtallendorf. (zhp)

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