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Wichtiger Zukauf: Ottobock bedient sich in den Niederlanden

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Von: Thomas Kopietz

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Otto Bock HealthCare
Eine schwedische Kapitalbeteiligungsgesellschaft ist jetzt an Bord: Die Otto Bock HealthCare GmbH hat ihren Stammsitz in Duderstadt. © dpa

Das global operierende Healthtech-Unternehmen Ottobock wird Livit B.V aus den Niederlanden übernehmen.

Göttingen – Ziel ist der Ausbau des westeuropäischen Versorgungsnetzes für Prothesen, Orthesen und weiteren Hilfsmitteln.

Bisheriger Eigentümer von Livit ist HAL Investments, die niederländische Tochtergesellschaft der internationalen Investmentgesellschaft HAL Holding N.V. 2021 hat Livit mit mehr als 400 Mitarbeitern einen Umsatz von mehr als 40 Millionen Euro erzielt.

Noch ist das Geschäft aber nicht abgewickelt, weil die übliche regulatorische Bestätigung durch die niederländische Gesundheitsbehörde (NZa) noch aussteht. Sie werde innerhalb der nächsten Monate erfolgen, wie es heißt. Diese Transaktion ist nach dem Kauf des belgischen Marktführers Vigo 2019 laut Ottobock „eine weitere wichtige Ergänzung des westeuropäischen Versorgungsnetzwerks“. Sie stärke auch Ottobocks Position „als führendes, global tätiges Unternehmen in der Versorgung von PatientInnen“.

Livit wurde 1926 gegründet, betreibt 50 Versorgungszentren in den Niederlanden und bietet Patienten umfassendes Sortiment an Prothesen und Orthesen sowie orthopädischen Schuhen und Strümpfen. Hinzu kommen mehrere Hundert Beratungs- und Servicestandorte. Auch arbeitet Livit mit medizinischen Fachkräften in Krankenhäusern und Reha-Zentren zusammen, um PatientInnen nach einer Amputation früh über mögliche Behandlungsmöglichkeiten zu informieren.

Ottobock-CEO: Philipp Schulte-Noelle.
Ottobock-CEO: Philipp Schulte-Noelle. © Ottobock/nh

„Wir wissen, dass die Behandlungsqualität ein maßgeblicher Faktor für den Therapieerfolg ist. Durch die Stärkung unseres Versorgungsnetzwerks mit Livit wollen wir die Chance nutzen, hochwertige Produkte und die bestmögliche Versorgung von Patienten miteinander zu verbinden, um noch näher an unsere Anwender heranzurücken und den Versorgungsstandard weiter zu verbessern“, sagt Philipp Schulte-Noelle, CEO von Ottobock.

Dank der Expertise und der führenden Marktposition von Livit werde man noch mehr Menschen dabei helfen, ihre Bewegungsfreiheit wiederzuerlangen, zu erhalten und zu verbessern.

Das Management-Team von Livit bleibt im Unternehmen und wird eng mit anderen Tochtergesellschaften von Ottobock im Bereich Patient Care zusammenarbeiten, teilen die Duderstädter mit.

Jan Willem van der Windt, CEO von Livit sagt: „Der Markt für Orthopädietechnik befindet sich im Wandel. Digitalisierung und neue Technologien werden immer wichtiger. Die Versorgung von Patienten muss effektiv, zugänglich und bezahlbar sein.“ All das erfordere eine Professionalisierung, Modernisierung und nachhaltige Entwicklung des Berufsstandes. Livit werde sich nun als Teil des europäischen Netzwerks von Ottobock weiterentwickeln können.

Ottobock betreibt das größte globale Netzwerk von Versorgungszentren, das maßgeschneiderte orthopädietechnische Behandlungs- und Rehabilitationslösungen für Patienten bietet. (Thomas Kopietz)

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