Amtsgericht Göttingen

Widerstand gegen Beamte: 21-Jähriger bekommt Geldstrafe

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Der Eingang zum Amtsgericht: Hier wurde der 21-Jährige verurteilt.

Das Amtsgericht Göttingen hat einen 21-jährigen Göttinger zu einer Geldstrafe von insgesamt 75 Tagessätzen zu je 16 Euro (insgesamt 1200 Euro) verurteilt.

Nach Angaben eines Justizsprechers befand das Gericht den Angeklagten für schuldig, im Mai 2018 bei einer Demonstration vor dem Gebäude der Polizeidirektion Göttingen Widerstand gegen Polizeibeamte geleistet zu haben. Außerdem habe er in einem Elektronikmarkt eine Speicherkarte gestohlen.

Die damalige Demonstration war eine Reaktion darauf, dass Polizeibeamte einen Asylbewerber aus Simbabwe in Abschiebehaft genommen hatten. Dieser wurde anschließend nach Norwegen abgeschoben.

Videoaufnahmen belasten Angeklagten

In dem Prozess hatten mehrere Polizisten als Zeugen ausgesagt, außerdem wurden Videoaufnahmen ausgewertet. Nach Ansicht des Gerichts ist darauf erkennbar, dass der Angeklagte Widerstand geleistet habe.

Das Gericht entsprach mit seinem Urteil dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte dagegen auf eine deutlich geringere Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu je 15 Euro plädiert. Als vorbestraft gilt, wenn jemand zu mehr als 90 Tagessätzen oder mehr als 3 Monate Freiheitsstrafe rechtskräftig verurteilt wurde.

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