Zwei Kirchenmusikerinnen bieten Übungsstunden an

Wieder im Trend: Neue Orgel-Kurse in Göttingen

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Freuen sich auf neue Schüler: Dorothea Peppler (links) und Elke Hahn sind nun in Göttingen für die musikalische Ausbildung an der Orgel zuständig. 

Göttingen. Sie gehört zu den Wahrzeichen einer jeden Kirche: Die Orgel. Meist thront sie auf der Empore. Sie zu beherrschen, ist nicht gerade leicht. Doch die Kirchenmusikerinnen Elke Hahn und Dorothea Peppler bieten nun neue Orgel-Kurse in Göttingen an.

„Das Interesse am Orgel-Unterricht hat wieder stark zugenommen“, erklärt Kreis-Kantor Stefan Kordes beim Ortstermin in der altehrwürdigen Göttinger St. Johanniskirche. Um wieder mehr nebenberufliche Organisten zu gewinnen, hat der evangelische Kirchenkreis Göttingen bei der Landeskirche Fördermittel für eine Projektstelle zur musikalischen Aus- und Weiterbildung beantragt. Da sie nun genehmigt wurde, können Hahn und Peppler mit ihrer Arbeit beginnen. Es zeigt sich schnell, dass die studierten Musikerinnen voller Tatendrang stecken.

„Die Orgel ist die Königin der Instrumente. Das Zusammenwirken von Raum, Klang, Komposition und dem eigentlichen Zweck hat mich schon immer fasziniert“, erzählt Dorothea Peppler, die Kirchenmusikerin in Bad Lauterberg und Duderstadt ist. „Man ist, wenn man vor den Tasten sitzt, ein ganzes Orchester in einer Person. Das ist ein ganz wunderbares Gefühl“, fügt ihre Kollegin, die auch Kirchenmusikerin – an der St. Petri-Kirche in Göttingen-Grone – ist, hinzu.

Wichtig sei es gewesen, diesen „Schatz des historischen Instruments“ zu bewahren, meint Bernd Eberhardt von der Göttinger Stadtkantorei, der ebenfalls als Kreis-Kantor tätig ist.

Doch was muss man eigentlich können, um für die Kurse in Frage zu kommen? „Ich hatte auch schon Schüler, deren erstes Tasteninstrument die Orgel war. In diesem Fall braucht man auf jeden Fall eine große Frustrationstoleranz – ideal ist es natürlich, wenn man schon Klavier-Vorkenntnisse hat“, erzählt die in Hardegsen lebende Elke Hahn. Wer sich letztendlich für die Orgel-Ausbildung entscheidet, erhält einen Vertrag und Zuschüsse, die dafür sorgen, dass der Unterricht mit 50 Euro (wöchentlicher Unterricht) oder 25 Euro (Stunden im Zwei-Wochen-Rhythmus) pro Monat zu Buche schlägt.

„Das Ganze wird von der Landeskirche und dem Kirchenkreis stark gefördert, sodass der Eigenbeitrag recht gering ist. Es ist uns allerdings auch wichtig, einen Vertrag abzuschließen, um die Verbindlichkeit hervorzuheben. Eine Verpflichtung für kirchliche Dienste gibt es aber nicht“, macht Eberhardt klar.

• Weitere Infos und Ameldung: Göttinger Stadtkantorei, Tel. 05 51/4 21 82, E-Mail: info@stadtkantorei.de

www.stadtkantorei.de

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