Historisches Gebäude saniert

Wieder Platz für Ethnologische Sammlung in Göttingen

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Hoher Besuch: Zur fertigen Sanierung des Institutsgebäudes kamen Thomas Oppermann (links) und Uni-Präsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel (rechts). Direktor des Instituts, Prof. Dr. Roman Loimeier führte den Besuch durch die Räume.

Göttingen. Endlich wieder Platz für die Ethnologische Sammlung. Ein saniertes, historisches Gebäude beherbergt jetzt die Büros des Ethnologischen Instituts.

Mit dem Umzug der Büros des Ethnologischen Instituts in Göttingen in das frisch renovierte Gebäude in der Theaterstraße 14, werden im alten Gebäude wieder Räume frei. Dort wurden Ausstellungsräume zeitweise für Büros genutzt und die Sammlung musste mit weniger Platz auskommen.

Ende Juni werden die Professoren und Mitarbeiter voraussichtlich umziehen können, sagt Direktor Prof. Dr. Roman Loimeier. Uni-Präsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel zeigte sich sichtlich erfreut darüber, „dass solche alten Gebäude wieder so schön erstrahlen“ und lobte das Gebäudemanagement zur Verwandlung vom „hässlichen Entlein zum Schmuckstück“.

Hoher Besuch war auch aus dem Bundestag gekommen: „Ich bin ein Göttinger Bürger, dem die Sammlung ans Herz gewachsen ist“, sagte Thomas Oppermann und machte klar, man werde sich auch in Zukunft intensiv um die ethnologische Sammlung kümmern.

Die Sanierung wurde vom Land Niedersachsen und der Universität Göttingen mitfinanziert. Sie dauerte gut ein Jahr, die Kosten liegen bei rund 1,1 Millionen Euro.

Das Gebäude in der Theaterstraße war früher eine Außenstelle des Instituts, erklärt Loimeier. Dann sei es baufällig geworden und stand Jahre lang leer. Früher hatte dort das Finnisch-Ugrische Seminar seinen Sitz.

Die mit Teppichboden ausgelegten, hellen Räume hätten durchaus Charme, sagte Beisiegel bei der Besichtigung und zeigte auf abgerundete Ecken an der Decke eines Raumes im Obergeschoss.

Der Zuschnitt der Räume ist zum Großteil nach historischem Vorbild wieder hergestellt worden, heißt es in einer Mitteilung. Teilweise sind die Holzbalken sichtbar. Das Treppenhaus zieren Fenster mit Glasmuster, hier sind auch die erneuerten Toiletten mit historischen „frei/besetzt“-Schildern. 

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