2013 gingen 600 Menschen auf die Straße

Zum Eichsfeldtag wieder Proteste gegen NPD-Treffen

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Demonstration: Auch in diesem Jahr wollen wieder viele Menschen gegen die NPD-Veranstaltung „Eichsfeldtag“ demonstrieren. 2014 kamen mehrere hundert Nazi-Gegner.

Göttingen. Initiativen aus Südniedersachsen und Thüringen haben Proteste gegen den „Eichsfeldtag“ der rechtsextremen NPD am Samstag, 13. Juni, in Leinefelde angekündigt.

Zu Gegendemonstrationen mit vielen hundert Teilnehmern war es schon in den Vorjahren gekommen.

Unter dem Motto „Rote Karte zeigen – Keine (Sport)Plätze für Nazis“ sind Aktionen geplant, wie das Eichsfelder Bündnis gegen Rechts mitteilte.

Bereits am Freitag wollen Aktivisten den von der NPD vorgesehenen Versammlungsplatz, eine Sportanlage in der Leinefelder Südstadt im Eichsfeld, für zwei Stunden symbolisch besetzen. Am Sonnabend sollen die Proteste mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Leinefelder katholischen Kirche St. Maria Magdalena, einer Demonstration und einer Kundgebung fortgesetzt werden.

Die NPD organisiert seit 2011 „Eichsfeldtage“, dabei gibt es Reden von Parteifunktionären und Gästen, treten Rechtsrock-Bands auf und wird ein Familien- und Kinderprogramm geboten.

Fadenzieher der NPD-Veranstaltung ist ein in Südniedersachsen hinlänglich bekannter Neo-Nazi: Thorsten Heise, der NPD-Vorsitzende im Kreisverband Eichsfeld, der früher in Northeim wohnte. In den vergangenen Jahren kamen jeweils mehrere hundert Rechtsextremisten aus dem In- und Ausland zu den Veranstaltungen, die stets von einem massiven Polizeiaufgebot geschützt werden.

2013 hatten 600 Menschen gegen die Veranstaltung protestiert, im vergangenen Jahr waren es mehrere hundert Demonstranten gewesen, die unter dem Motto: „Kein Platz für Nazis im Eichsfeld“ protestiert hatten. (dpd/tko)

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