Das Junge Theater lud zu Aufführungen ein

Wild Thing in der S-Arena in Göttingen: Rock’n’Roll unter Corona-Bedingungen

Wild Thing in der S-Arena
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Viel Abstand zwischen den Zuschauern: Mehr als 700 Besucher erlebten an zwei Tagen das Musiktheaterstück in der Sparkassen-Arena.

Am Wochenende gab es die erste Großveranstaltung seit Beginn der Corona-Pandemie in der Sparkassen-Arena auf dem Göttinger Schützenplatz. Das Junge Theater zeigte letztmalig seine Musikshow „Wild Thing“.

Göttingen – Während die sonst 3500 Menschen fassende Halle am Samstag mit mehr als 400 Besuchern ausverkauft war, kamen am Sonntag über 350.

„Wir haben mit der S-Arena die Möglichkeit, als eine der wenigen Hallen in Göttingen so eine Veranstaltung durchzuführen“, freut sich Andreas Gruber, Geschäftsführer der Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GöSF). „Es freut uns riesig, dass das Junge Theater das Musical hier in unserer Halle aufführt. Es war uns ein Anliegen, der Kultur in Göttingen dieses Forum als Ausweichmöglichkeit anzubieten, vor allem, um auch vor einer größeren Anzahl an Besuchern zu spielen.“

Den Dank gibt Nico Dietrich, Intendant des Jungen Theaters, an die GöSF zurück. „Wir haben es so geschafft, wieder auf über 4000 Gäste in der Saison zu kommen – trotz Corona. Das wäre alles nicht möglich, wenn wir nicht die Sparkassen-Arena zur Verfügung gestellt bekommen hätten“, macht Dietrich deutlich.

Das Hygienekonzept sah vor, dass man bis zum Erreichen seines Sitzplatzes den Mund-Nasen-Schutz tragen musste. Auch der übliche Abstand von 1,5 Metern musste eingehalten werden. Die Lüftung lief auf Hochtouren, zumindest bis kurz vor der Aufführung. Ein Tanzen oder Mitsingen war den Zuschauern nicht erlaubt, auch wenn dies die meisten Gäste gerne gemacht hätten. Denn die Stimmung war trotz der eher sterilen Umgebung dennoch sehr gut.

Das fand auch Dajana Nüsse, die mit ihrer Freundin Tanja Zeyn zur Vorstellung am Samstag gekommen ist. „Es hat viel Spaß gemacht, die Stimmung war super, das Musical hervorragend. Ich hatte auch keine Bedenken bezüglich Corona“, sagt die Göttingerin. Tanja Zeyn lobte das gute Hygienekonzept und freute sich, dass es überhaupt wieder Großveranstaltungen gibt.

Besucherin Tina Magerkurth ist mit ihrem Mann Klaus zur Musikshow „Wild Thing“ gekommen. „Wir hatten Karten für eine Aufführung im Juni, die aber damals wegen Corona abgesagt werden musste. Deshalb haben wir jetzt die Gelegenheit ergriffen“, sagt Magerkurth. „Wenn man sich an die Regeln hält, dann passiert auch nichts.“

Ihre Freundin Heike Müller ergänzt: „Wir haben uns bewusst für die S-Arena entschieden, weil hier die Luftzirkulation besser ist als in einem kleineren Theatersaal. Und natürlich möchten wir das Junge Theater auch unterstützen.“ Ehemann Stefan pflichtet ihr bei, findet aber die Atmosphäre im Jungen Theater schöner.

Intendant Nico Dietrich selbst wünscht sich schnellstmöglich das alte Junge Theater in der Hospitalstraße zurück, das aber derzeit saniert wird. Im Neuen Jungen Theater an der Göttinger Bürgerstraße sei die Bühne viel zu klein.

„Dort passen mit den Abstandsregeln noch nicht einmal die Musiker drauf“, macht Dietrich deutlich. A propos Abstandsregeln: Diese wurden von den Künstlern und Musikern am Wochenende auch auf der Bühne durchgehend eingehalten.

Aufführung in der Sparkassen-Arena: Die Zuschauer erlebten beim Musiktheaterstück „Wild Thing“ eine rasante Show mit viel Rock’n’Roll.

Am Ende des 90-minütigen Auftritts war die Freude groß, mal wieder vor einem so großen Publikum spielen zu dürfen.

Die beiden Musical-Veranstaltungen am Wochenende in der S-Arena hätten sich für das Junge Theater durch den Kartenverkauf refinanziert. Der Premieren-Termin für die neue Musikshow steht auch schon fest. „Dirty Old Town“ wird am 31. Januar zum ersten Mal aufgeführt – dann aber an einem noch größeren Ort, nämlich in der Lokhalle. (Stefan Rampfel)

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