Nachbarschaftsfest

Willkommen für Flüchtlinge auf Zietenterrassen

Tag der offenen Tür Flüchtlingswohnheim Zietenterassen: Jaqueline Jürgemlink, Sprecherin der Bürgerinitiative Runder Tisch Zietenterassen (rechts), hieß die Flüchtlinge willkommen. Foto: Schröter

Göttingen. Mit einem Tag der offenen Tür und einem parallel stattfindenden Nachbarschaftsfest haben die Bürgerinitiative „Runder Tisch Zietenterassen“ und viele Anwohner 28 Flüchtlinge willkommen geheißen, die nur zwei Tage zuvor in dem neu gebauten Flüchtlingswohnheim eingezogenen waren.

„Ihr Engagement ist wirklich unglaublich“, lobte Göttingens Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck die Mitglieder der Bürgerinitiative und all jene, die sich im Vorfeld für das Projekt eingesetzt haben und jetzt dazu beitragen, den Flüchtlingen die Ankunft in ihrem neuen Zuhause so angenehm wie möglich zu machen. „Ich hoffe, Sie alle sind ein Vorbild für andere Stadtteile“, meinte Schlapeit-Beck.

„Der Bau dieser Wohnanlage hat schon jetzt für die meisten hier oben einen absolut positiven Aspekt“, betonte Bürgerinitiativen-Sprecherin Jaqueline Jürgemlink. „Nachbarn sind sich in den vergangenen Wochen und Monaten näher gekommen und haben gemeinsam an einem Strang gezogen.“ Die Flüchtlinge hieß Jürgemlink mit der Hoffnung auf ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis aufs herzlichste willkommen.

Nachdem Dr. Volker Bullwinkel von den Paritätischen Diensten Göttingen das dreistufige Betreuungskonzept für die Flüchtlinge erläutert und dabei betont hatte, „dass die individuellen Bedürfnisse jedes einzelnen dabei im Mittelpunkt stehen“, forderte Wohnanlagen-Leiterin Bettina Briese die Anwesenden auf, sich bei Problemen sowie mit Fragen und Anregungen künftig direkt an sie zu wenden. „Unser Ziel ist es schließlich, mit der Nachbarschaft gut auszukommen“, betonte sie.

Geismars Ortsbürgermeister Thomas Harms lobte die Bürgerinitiative und die Betreiber des Wohnheims und wünschte ihnen gleichzeitig einen langen Atem. „Denn den werden sie sicher brauchen“, sagte Harms.

Auch wenn die Veranstaltung offiziell als Tag der offenen Tür deklariert war, war ein Rundgang durch das neue Flüchtlingswohnheim aus Rücksicht auf die gerade erst dort Eingezogenen nicht möglich. Viele Anwesende nutzten jedoch die Gelegenheit, sich eine Musterwohnung anzuschauen und anschließend bei Gegrilltem und kühlen Getränken mit Betreibern, Politikern – unter anderem war der Grünen-Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin vor Ort – oder Vertretern der Stadtverwaltung ins Gespräch zu kommen.

Hinweis: Unter diesem Artikel werden nur Kommentare freigeschaltet, die sich ausschließlich nur mit dem im Text behandelten Aspekt des Flüchtlingsthemas auseinandersetzen.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.