HSG Göttingen hat Aufstieg nach zwei Vizetiteln geschafft

Göttingens Janica Vogt (links), hier gegen Edemissens Svenja Homburg, spielt mit der HSG in der kommenden Saison in der Oberliga. Foto: gsd

Göttingen. „Nach dem Abstieg des MTV Geismar sind wir nun eigentlich der einzig klassische Göttinger Verein in der Handball-Oberliga der Frauen“, betont Uwe Viebrans.

Nach zwei Vizemeisterschaften hat es der rührige Trainer mit der HSG Göttingen endlich geschafft, nun als Konkurrenz unter anderem der drei weiteren südniedersächsischen Vereine HG Rosdorf-Grone, der HSG Plesse und des Northeimer HC in der vierten Liga auf Punktejagd zu gehen.

Das Gros dieses Teams spielt bereits seit dem älteren Jahrgang der C-Jugend zusammen. Für Viebrans ein klarer Vorteil, „zumal diese Mannschaft in der B-Jugend zwei und in der A-Jugend drei Jahre in den jeweiligen Oberligen gespielt hat. Da haben die Spielerinnen bereits viel gelernt, was ihnen sicherlich auch die der Oberliga der Freuen zugute kommt“.

Großes Verletzungspech

Die letztjährige Landesliga-Saison lief überaus erfolgreich, obwohl „wir anfangs von erheblichen Verletzungssorgen geplagt waren. Da mussten zeitweise fünf A-Jugendliche mitspielen, damit wir überhaupt sechs Feldspielerinnen auflaufen lassen konnten“, erinnert sich der HSG-Coach an die anfänglichen Probleme. Nun aber sei das Team für die kommende Oberliga-Saison gerüstet, da fast jede Position doppelt stark besetzt sei.

Ein Novum schafften die Göttingerinnen in der abgelaufenen Saison. Sie erzielten in 22 Spielen 701 Tore, das ist ein Durchschnitt von knapp 32 Toren pro Spiel. 18 Siegen standen lediglich vier Niederlagen gegenüber. Mit acht Punkten Vorsprung gegenüber dem Zweiten wurde die HSG souverän Meister. Mit unentschiedenen Spielen haben es die HSGerinnen nun allerdings gar nicht, nicht ein Remis stand am Saisonende zu Buche.

Klar, dass auch der Aufsteiger sich zuvörderst den Ligaerhalt sichern will. Doch Viebrans stellt auch klar, dass „ich dieses Team realistisch im gesunden Tabellenmittelfeld sehe“. Seine Begründung klingt plausibel: „Ich habe sehr viele junge Spielerinnen zwischen dem Jahrgang 1992 und 1995. Wir spielen Tempohandball. Und damit dürften wir viele Teams vor Probleme stellen.“

Dabei ist Viebrans klar, dass es in der Oberliga eine andere Gangart gibt, an die sich sein Team sicherlich auch erst einmal gewöhnen muss. Dabei freut er sich auf die Südniedersachsenderbys, weil „das ja eher Heimspiele als Auswärtstouren sind“. Der Verein, der erst 2000 aus der Jugend gegründet wurde und 2008 auf den Seniorenbereich erweitert wurde, sucht naturgemäß Sponsoren. „Da müssen wir noch den einen oder anderen akquirieren“, hofft Viebrans auf Unterstützung aus der Wirtschaft, zumal „wir natürlich längere Auswärtstouren und dadurch höhere Kosten haben“.

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