Unterstützung

Neues Angebot des Familienzentrums Gleichen: Willkommensbesuch für junge Eltern

Von links Kreisrat Marcel Riethig, Birgit Kepke, Astrid Wiegand, Marina Hesse, Meike Waßmann und Manfred Kuhlmann.
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Kooperationsvereinbarung: Familienzentrum Gleichen und Landkeis arbeiten bei Willkommensbesuchen für Eltern mit Neugeborenen zusammen. Von links Kreisrat Marcel Riethig, Birgit Kepke, Astrid Wiegand, Marina Hesse, Meike Waßmann und Manfred Kuhlmann.

Willkommensbesuche bietet das Evangelische Familienzentrum Gleichen Eltern mit Neugeborenen sowie Zugezogenen mit Kleinkindern an.

Reinhausen - Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung wurde nun unterzeichnet. haben Bürgermeister Manfred Kuhlmann (SPD), Kreisrat Marcel Riethig (SPD) und Meike Waßmann vom Evangelisch-lutherischen Kindertagesstättenverband Göttinger Land in Reinhausen unterzeichnet.

„Wir besuchen bereits seit drei Wochen die Eltern nach vorheriger Terminvereinbarung zuhause“, berichtet die Leiterin des Familienzentrums, Martina Hesse. Sie wird von zwei Honorarkräften, Julia Albrecht und Andrea Waßenberg, unterstützt. Der Besuchsdienst überreicht Babysocken und Lätzchen.

Er geht, wenn es gewünscht wird, mit den Vätern und Müttern einen Ordner durch. Die jungen Eltern erfahren, wer bei welchen Problemen hilft. Es gibt Listen mit den Spielplätzen, Kitas und Schulen. „Wir wollen die Familien kennenlernen und Vertrauen aufbauen“, sagt die Leiterin des Zentrums.

Erste Hilfe bei Kindern

Auch erste Anregungen für Angebote ihrer Einrichtung hat sie erhalten. So wollen Eltern lernen, wie sie Kindern Erste Hilfe leisten können.

Hesse und Kolleginnen haben nun einiges zu tun. „Im vergangenen Jahr sind in Gleichen 88 Kinder geboren worden, in den Vorjahren waren es 50 bis 60 Babys“, berichtet Bürgermeister Kuhlmann. Und ins Neubaugebiet am Ortsrand von Reinhausen ziehen derzeit viele junge Familien. Eine Herausforderung stellen die Anfahrten zu den insgesamt 16 Dörfern dar.

Gleichen ist die flächenmäßig größte Gemeinde des Landkreises. Auch ist es schon vorgekommen, dass Eltern den Termin verschwitzt hatten. Hesse und ihre Koleginnen werfen dann eine Postkarte in den Briefkasten. „Wir machen nur ein Angebot“, stellt die Leiterin klar.

„Mit dem Besuchsdienst, der nur noch in vier Städten und Gemeinden des Landkreises nicht angeboten wird, erreichen wir etwa 90 Prozent der jungen Eltern“, weiß Birgit Kepke vom Fachdienst Frühe Hilfen und Prävention des Landkreises.

„Vorbeugen ist besser als reparieren“, erklärt Kreisrat und Dezernent Riethig. Gleichen ist spät dazugekommen, weil die Gemeinde erst im August 2020 die Stundenzahl der Leiterin auf 28 pro Woche aufgestockt hat, sagt Kämmerin Astrid Wiegand. Zum Vergleich: Hann. Münden war 2016 die erste Kommune, wo es den Service gab.

„Ich profitiere sehr von dem starken Netzwerk, in das ich eingebunden bin“, freut sich Leiterin Hesse. Als die Pflegefamilie eines vierjährigen, persischsprachigen Kindes einen Dolmetscher suchte, erhielt die Leiterin auf eine entsprechende E-Mail-Rundfrage gleich vier Angebote.

Einer von Homeschooling und -office überforderten Familie verhalf sie zu einem warmen Mittagessen. Darum kümmert sich nun der Sozialverband mit der Nachbarschaftshilfe. (Michael Caspar)

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