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„Wir haben ihm viel zu verdanken“: Verbindungsweg in Göttingen erinnert an Schierwater

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Von: Bernd Schlegel

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Enthüllung des neuen Straßenschildes in Göttingen: Der Verbindungsweg zwischen der Lokhalle und dem Leineufer heißt ab sofort Hermann-Schierwater-Weg. Während der Feierstunde erinnerten Oberbürgermeisterin Petra Broistedt und ihr Vorgänger Rolf-Georg Köhler an den früheren Oberstadtdirektor.
Enthüllung des neuen Straßenschildes in Göttingen: Der Verbindungsweg zwischen der Lokhalle und dem Leineufer heißt ab sofort Hermann-Schierwater-Weg. Während der Feierstunde erinnerten Oberbürgermeisterin Petra Broistedt und ihr Vorgänger Rolf-Georg Köhler an den früheren Oberstadtdirektor. © Bernd Schlegel

Der Verbindungsweg zwischen der Lokhalle und dem Leineufer in Göttingen heißt ab sofort Hermann-Schierwater-Weg. Während einer Feierstunde wurde das neue Straßenschild enthüllt.

Göttingen – Damit wird an die Verdienste des früheren Stadtdirektors, der von 1988 bis 2000 an der Spitze der Verwaltung stand, erinnert. Der Sozialdemokrat studierte von 1965 bis 1970 an der Universität in Göttingen Volkswirtschaftslehre und Sozialwissenschaften.

Bis 1977 war der Diplom-Volkswirt wissenschaftlicher Mitarbeiter am Soziologischen Seminar der Uni. Anschließend wechselte er in die Stadtverwaltung, wo er Karriere machte und bereits 1983 Sozialdezernent wurde.

Schierwaters Visionen sind Wirklichkeit geworden

„Wir haben ihm viel zu verdanken“, sagte Köhler bei der Feierstunde, bei der Familienangehörige sowie viele Freunde, politische Weggefährten und zahlreiche Vertreter der Kommunalpolitik anwesend waren.

Hermann Schierwater Göttinger Oberstadtdirektor von 1988 bis 2000
Hermann Schierwater Göttinger Oberstadtdirektor von 1988 bis 2000 © Foto: Archiv/privat

Oberbürgermeisterin Petra Broistedt und ihr Vorgänger Köhler verwiesen darauf, dass Schierwater schon früh die Möglichkeiten des Areals zwischen Bahnhof und Leine erkannt habe. Seine Visionen seien mit dem Otto-Hahn-Zentrum, zu dem die Lokhalle als Veranstaltungszentrum sowie das Cinemaxx, das Medienhaus und die Volkshochschule gehören, Wirklichkeit geworden.

Erster Hauptamtlicher Bürgermeister

Köhler erinnerte an weitere wichtige Projekte, die der frühere Verwaltungschef möglich gemacht habe. Dazu gehören aus seiner Sicht die Fusion von Städtischer Sparkasse und Kreissparkasse Göttingen zur heutigen Sparkasse, der Kauf-Park als Einzelhandelszentrum im Göttinger Westen, die Gründung der Göttinger Sport und Freizeit GmbH sowie der Bau der Eiswiese. „Er hatte eine Phantasie zur Stadt Göttingen, die er weiterentwickelt hat“, sagte Köhler.

1999 war Schierwater bei der Wahl des ersten hauptamtlichen Bürgermeisters unterlegen. Er wechselte daraufhin im Jahr 2000 als Leiter der Konzernstrategie zu Sartorius und ging später zum Energiekonzern EnBW.

Schierwater starb 2010 überraschend im Alter von 67 Jahren in Göttingen. (Bernd Schlegel)

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