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Wirtschaftsempfang in Göttingen: Plädoyer für das Thema Nachhaltigkeit

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Von: Bernd Schlegel

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Empfang in der Lokhalle: Dabei kündigte Göttingens Oberbürgermeisterin Petra Broistedt eine Mobilitätswende an.
Empfang in der Lokhalle: Dabei kündigte Göttingens Oberbürgermeisterin Petra Broistedt eine Mobilitätswende an. © Hubert Jelinek

Ein Plädoyer für das Thema Nachhaltigkeit hielt am Dienstag Oberbürgermeisterin Petra Broistedt beim Wirtschaftsempfang der Stadt Göttingen in der Lokhalle.

Göttingen - Oberbürgermeisterin Petra Broistedt machte beim Empfang deutlich, dass die Nachhaltigkeit entscheidend für die Zukunft Göttingens ist. „Klimaschutz und Nachhaltigkeit kosten - Geld oder unsere Zukunft“, brachte sie das Thema auf den Punkt.

„Der aktuelle Haushalt der Stadt macht deutlich, dass wir alles daransetzen, unseren Beitrag zu einem nachhaltigen und klimaneutralen Leben in Göttingen zu leisten“, so Broistedt. Dass die Stadt dazu in einer guten Lage ist, verdanke sie den Erfolgen, die in Göttingen erwirtschaftet werden. „Die aktuelle Gewerbesteuerlage ermöglicht es uns, unsere Nachhaltigkeitsziele konsequent zu verfolgen.“ Broistedt rechnete vor, dass sich das Klimabudget im laufenden Haushalt der Stadt und ihrer Konzerntöchter auf stolze 26 Millionen Euro beläuft. Für Investitionen in den Klimaschutz und die Klimaanpassung sollen bis 2035 fast 200 Millionen Euro in Göttingen investiert werden.

Viele Gäste: Die Lokhalle war beim Wirtschaftsempfang der Stadt Göttingen gut besucht. Ein wichtiges Thema des Abends war die Klimaneutralität.
Viele Gäste: Die Lokhalle war beim Wirtschaftsempfang der Stadt Göttingen gut besucht. Ein wichtiges Thema des Abends war die Klimaneutralität. © Hubert Jelinek

Zu den wichtigen Eckpunkten, die auch im Klimaplan 2030 festgelegt sind, gehört laut Broistedt auch die Mobilitätswende, die längst eingeleitet sei. So werde die Busflotte der Göttinger Verkehrsbetriebe nach und nach auf E-Mobilität umgestellt. Fast 30 Prozent des Fuhrparks sind dort inzwischen elektrisch oder hybrid. „Das ist übrigens die zweithöchste Quote bei niedersächsischen Stadtbusunternehmen“, sagte Broistedt. Bislang wurden knapp 17 Millionen Euro investiert. Bis 2024 kommen weitere zwölf E-Busse für 20 Millionen Euro hinzu.

Aktuell fördert die Stadt Göttingen den Nahverkehr mit jährlich 15 Millionen Euro. Broistedt kündigte an, dass dieser Betrag noch steigen soll. Die nächsten Schritte sind On-Demand-Angebot in Vorbereitung, Park-and-Ride-Parkplätze mit Schnellbuslinien in die Stad sowie eine Taktverdichtung. Außerdem wird die Ladeinfrastruktur für die E-Busflotte ausgebaut. Außerdem soll der Busbetriebshof komplett saniert werden.

Außerdem wird die die Rad-Infrastruktur investiert: Die Stadt will es den Autofahrern leichter machen, auf den Stadtbus oder das Fahrrad umzusteigen.

Beim Thema Parken kündigte sie an, dass es weiterhin möglich sein wird, in der Innenstadt zu parken. Aber es könnte ein Zwiebelmodell kommen. Je zentraler ein Auto in der Stadt geparkt werden soll, desto höher werden die Parkgebühren. (Bernd Schlegel)

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