Spaziergang im Wald soll entspannen

Test: Wie gut ist ein Spaziergang durch den Wald?

Versuch im Wald: Die Probanden Niclas Wiechmann (links) und Felix Kersting mit Doktorandin Katharina Meyer. Foto: Schlegel

Göttingen. Der Aufenthalt im Wald kann auf den Körper entspannend wirken. Ob das wirklich so ist, wird derzeit in einem wissenschaftlichen Versuch im Wald oberhalb von Groß Lengden geklärt.

Katharina Meyer, wissenschaftliche Mitarbeiter und Doktorandin an der Forstwissenschaftlichen Fakultät der Uni Göttingen, testet Probanden und lässt sie im Wald spazieren gehen. Eine erste Runde gab es in dieser Woche. Felix Kersting aus Göttingen schnallte sich die Messgeräte um, die Herztätigkeit (Elektrokardiogramm) und die Leitfähigkeit der Haut aufzeichnen. Sie wurden vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zur Verfügung gestellt.

„Für mich war der Spaziergang durch den Wald total entspannend. Das ist aber mein persönliches Gefühl“, sagt der 23-Jährige, der Forstwissenschaften studiert. Ein erster Blick auf die Daten scheint das zu bestätigen. „Aber das muss sich erst noch durch eine genaue Auswertungen bestätigen“, so Meyer. Kersting findet: „In der Stadt gibt es eine Reizüberflutung. Im Wald ist es einfach ruhiger.“

Niclas Wiechmann (24), ein anderer Proband, der ebenfalls Forstwissenschaft studiert, ergänzt: „Im Wald kann ich mich immer entspannen.“ In der Stadt gibt es aus Sicht von Wiechmann Reize, zum Beispiel durch Straßenverkehr, die zur Anspannung führen.

Es werden noch weitere Probanden für das Waldexperiment gesucht. Der Test findet am kommenden Samstag und Sonntag, 18. und 19. Juli, jeweils von 8 bis 19 Uhr statt. Für jede Testperson ist an einem der beiden Tage eine vier- bis fünfstündige Untersuchung eingeplant.

Der Test besteht aus zwei Teilen: So wird es neben einem Waldspaziergang auch einen Gang durch die Göttinger Innenstadt geben. Damit sollen die Unterschiede zwischen den Situationen in der Stadt und im Grünen herausgearbeitet werden.

Männer als Probanden

Für die Probanden entstehen keine Kosten. Sie bekommen am Ende der Studie eine individuelle Auswertung. Katharina Meyer sucht insbesondere Männer über 40, die Nichtraucher sind und keine Herzprobleme haben. Das soll der besseren Vergleichbarkeit dienen.

Kontakt: Forstwissenschaftliche Fakultät der Universität Göttingen, Katharina Meyer, Tel. 0551/39-33754, E-Mail: katharina.meyer@forst.uni-goettingen.de.

Zur Homepage der Fakultät geht es hier.

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